Brian Covers steht unter Anklage der Staatsanwaltschaft Wiesbaden, das meldet der Wiesbadener Kurier vom Samstag. Der 23-jährige gilt danach zusammen mit seinem Vater als Drahtzieher eines groß angelegten Internet-Betrugs. Ihm werden 66 vollendete Fälle und 1638 Versuche vorgeworfen. Unter der Firma New Ad Media und der Webseite probino.de wurde ein Warenproben-Eintragsservice angeboten. Dazu gab es noch andere ähnlich strukturierte Seiten mit anderen Angeboten wie winow.de, gamesite.de, movieabo.de und simsen.de. „Brian Corvers habe nie die Absicht gehabt, die Verträge zu erfüllen. Es sei ihm von vornherein nur ums Abkassieren gegangen", schreibt die Zeitung.
Der Mann hat inzwischen eine neue Berufung gefunden. Er trat kürzlich als Marketing-Manager der inQnet Games-Tec GmbH in Eschborn öffentlich in Erscheinung und stellte das Internet-Fantasygame Gondal vor. Das Spiel wird übrigens von der Wiener Inqnet Gmbh betrieben, die im letzten Jahr auch das Piratenportal Gulli gekauft hat.
OskarMaria, 18. Januar 200.

ImageTeil II unserer Serie Gulli ins Pornoland
Die Stiftung des schwedischen Erfinders Alfred Nobel (Bild) verleiht jährlich die höchsten internationalen Auszeichnungen im Bereich Wissenschaft, Politik und Kultur – den Nobelpreis. Dass solch eine Einrichtung nichts, aber auch gar nichts mit Pornographie zu tun haben will, musste auch Randolf J. aka Gulli im letzten Jahr lernen. Die Nobelstiftung verklagte ihn und seine Firma fliks it-solutions vor der WIPO (Weltorganisation für geistiges Eigentum).

Du hast eine Seite aufgerufen, die es bei OskarMaria's News, Stories & Comments nicht gibt. Das kann verschiedene Ursachen haben...

- Vielleicht ein Krampf im Finger und der hat Dich mit der Maus auf die falsche Stelle klicken lassen?

- Oder vielleicht Dein ungezogener Nachwuchs, der mal wieder mit dem Holzhammer die Tastatur bearbeitet hat?

- Oder die Anfänge der Alzheimerschen Krankheit, die bereits einige tiefe Furchen in Deinem Gedächtnis hinterlassen haben?

- Oder Deine LebensabschnittspartnerIn, die sich von hinten an Dich rangeschlichen und empfindliche Körperpartien befummelt hat, so dass Du kurzfristig die Kontrolle über Deinen Joystick verloren hast?

- Oder Du bist ein vermaledeiter Hacker, willst diese Seite ruinieren und probierst deshalb aus, was geht und was nicht (... keine Chance, wir arbeiten mit BKA, LKA, BSA, BSE, KGB und LIA zusammen und erwischen jeden!)?

- Oder Du bist einfach zu doof für's Internet und bekommst nicht einmal die einfachsten Dinge auf die Reihe? Mensch log Dich aus und belege zuerst einen Volkshochschulkurs über "Richtiges surfen"!

- Oder ... na ja es eigentlich ziemlich unwahrscheinlich, wir wollen fast sagen beinahe unmöglich, wenn auch immer ein minimales Restrisiko besteht, dass wir selbst einen klitzekleinen Fähla gemacht und einen falschen Link angegeben haben.

Am Beginn des Internetzeitalters also ca. 1998/99 entwickleten sich schnell zahlreiche Foren und Communities, in denen sich die verschiedensten Interessengruppen trafen. Man war ganz selbstverständlich anonym unterwegs, hatte sich einen Alias zugelegt und nutzte die Möglichkeiten zum schnellen Datenaustausch. Ich wollte mich damals zum Thema Webseiten-Entwicklung kundig machen und landete so in den verschiedensten Foren.

Im August 2000 wurde der Boardhoppers Hafen von Bavarian Tommy und Cluster eröffnet. Vorausgegangen waren unzählige eMails zwischen mir und einigen ehemaligen Mitgliedern des Libcom-Boards in denen wir über ein neues besseres Boardprojekt nachdachten. Cluster wurde gebeten, das Projekt in die Hand zu nehmen.

Etwa ein halbes Jahr lang entwickelte sich das Board langsam zu einem hochklassigen Projekt. Doch dann fiel eine Horde unzufriedener Mitglieder des Cosmo/Amok-Boards in den Hafen ein, infiltrierte und banalisierte langsam aber sicher jedes Thema. Die daraus entstehenden Konflikte führten schließlich zum Rückzug der meisten Initiatoren des Hafen.

Der heutige Boardhoppers Heaven hat nichts mehr mit diesem ursprünglichen Projekt zu tun. Selbst der Namen ist geklaut. Mit Heaven wurde im alten Hafen ein privates Archiv bezeichnet, das ein ehemaliges, vor den späteren Konflikten geflüchtetes Mitglied aufgebaut hatte. Trotzdem möchte ich das halbe Jahr im Hafen nicht missen. Es herrschte eine fröhliche, kreative Stimmung und daraus sind meine Internet-Geschichten entstanden.

Das Publizieren im Internet ist eine völlig andere Sache, als in den Printmedien. Man erzählte eine Geschichte und die Boardmitglieder können sofort darauf reagieren. Der Autor hat ein so schnelles Feedback, dass er die Fortsetzung der Handlung an den Rektionen der Leser ausrichten kann. Wo kann man das sonst?

Die erste Story war ein Experiment. Ich wollte eine Bildergeschichte wie in einer alten Illustrierten erzählen, doch dafür hatte ich einfach zu wenig Fotos. So ist eine frivole Sommerepisode entstanden:


Eine ziemlich verrückte Feriengeschichte

1, 2, 3


Zu der folgenden Erzählung hat Alex(andra) mich herausgefordert. Sie entlarvte meine Feriengeschichte als frauenverachtend und politisch unkorrekt. Da musste ich noch eine Zweite nachschieben:


Leichte Beute oder die Waffen einer Frau

 1, 2

Wie leicht Satire aus den Fugen geraten kann, zeigt das folgende Pamphlet. Es geht um die Institution Ehe, aber bitte lest selbst:


Der Kampf des Mannes um seine Emanzipation

 1, 2

Da dachte ich, mein dsl-Anschluss an das Internet wäre schnell. Nicht immer, wie Ihr der nachfolgenden Geschichte entnehmen könnt:


Abendliches
Händeschüttel-Trauma


Man kann es drehen & wenden wie man will, es waren inhaltliche Probleme, die schließlich zum Bruch mit den Hüpfern führten. Bereits zwei Monate früher kündigten sie sich an:


Schlussworte


Die nachfolgenden Themen werde ich in den nächsten Tagen, ganz nach Lust und Laune hier zur Verfügung stellen. Es lohnt sich halt mal immer wieder reinzuschauen.


Meine Laufbahn mit binären Systemen


Erschreckende Endeckung auf meiner Festplatte


In der Hafenkneipe

 

Schlussworte

Aus beruflichen Gründen konnte ich zu dieser Zeit (kurz vor Weihnachten) kaum am Boardgeschehen teilnehmen. Die inhaltlichen Diskussionen bei den Hoppers verlagerten sich zunehmend in den öffentlich nicht einsehbaren Boardbereich, der nur einer Gruppe von weniger als dreißig Personen offen stand. Im öffentlichen Bereich wurde hauptsächlich darüber räsoniert, wie Jimi (mit dem Benutzerbildchen eines Pinguins) gebraten und verspeist werden könnte.

Verfasser Kommentar
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
Posts: 359
(12/15/00 9:54:26 pm)
Schlussworte
Einige Boardies warnten davor, die Diskussionen in den nicht öffentlichen Bereich des Boards zu verlagern. Ich schlage hiermit das Gegenteil vor. Wir diskutieren nur noch im gesperrten Bereich. Dies erscheint bei der Beobachtung der Stellungnahmen der letzten Tage unausweichlich und notwendig. Da inzwischen sich alles um das Braten, Garen und Zerlegen eines Schneehuhns dreht, alle Topics davon infiltriert werden, können wir diese peinlichen Diskussionen der Öffentlichkeit nicht mehr länger zumuten.

Noch immer denken die Leute, hier würden seriöse Personen sich in Fragen der Computertechnik austauschen, hin und wieder mal ein paar persönliche Bemerkungen einfließen lassen, ansonsten aber mit Fachwissen, Kultur und Witz das Niveau dieses Boards hochhalten. Doch niemand kann das infantile Gebrabbel der letzten Tage lange mit diesem Anspruch in Einklang bringen. Irgendwann wird auch dem letzten Dödel im Netz klar werden, dass es sich bei den Boardhoppers entweder um sabbernde Kleinkinder handelt, die noch in die Windeln stinken oder um vergreiste Späthippies, die sich der frühkindlichen Analphase mit Riesenschritten nähern.

Und dann fällt mir noch etwas auf. Der sichere Tod jeder Diskussion sind Postings von Alex oder mir. Versuchen wir in diese Runde das Beste einzubringen, das wir zu bieten haben, nämlich Witz und Verstand, dann will sich keiner mehr mit uns unterhalten. Dann steht unser bescheidener Beitrag ganz ärmlich am Rande und niemand, niemand verliert ein paar erbauliche Worte.

Da könnte ich mir auch gleich selber Mails schreiben und mit Alex einen dynamischen Briefwechsel anzetteln.

Meint OskarMaria
Der Jimi
Mein Sonntagsbraten
Posts: 681
(12/15/00 10:36:20 pm)

Re: Schlussworte
Nun,

ich habe diese PunguHuhn-Jagd nicht initiiert.
Mir tut es leid daß das Niveau der Beiträge nicht Deinem gewünschtem Level entspricht.
Ich passe mich an und poste so wie es das vorherige Posting oder das Grundanliegen des ersten Postings verlangt.
Ist Hilfe nötig so versuche ich zu helfen, ist der Fall gelöst kann man das locker ausklingen lassen und je nach Lust und Laune noch ein oder zwei Witze aus dem Kontext reißen.

Daß Dich das erschüttert hätte ich nicht gedacht und gib mir zu denken.

Ich habe nie verlangt hier als Festessen im Mittelpunkt zu stehen. Ich nehme meine Rolle hin und habe meinen Spaß daran. Wäre ich nicht so begehrt würde mich das auch nicht stören. Dass es jemanden schlecht aufstößt ist mir sicherlich nicht in den Sinn gekommen.

Das Schiff segelt dorthin wohin es die die Masse lenkt.

Take care,
Jimi
miaou
Registrierter Benutzer
Posts: 289
(12/15/00 11:19:18 pm)

demütigst um gehör bittend...
oh weiser grosser meister,

wie honig tropfen deine worte in mein armseliges gemüt und erhellen das dunkel.
wahrlich oh sprichst du, indem du dich über niveauloses geseibere der boardies empörst!
nur bedenke, oh erhabener, dass wir würmer, die wir im staube kriechen, nicht an den staub deiner zehen heranreichen.
wie dürften wir es wagen, mit deinen gesalbten worten schritt zu halten?

nie kam es mir in den sinn, mit meinen niederen worten dein ohr beleidigen zu können.

deinen meister trafst du nur in alex, oh erhabener!

bedenke, grosser meister: witz und verstand suchest du vergeblich in meinem erbsengrossen hirn. wie also dürfte ich dir antworten?!

dass ich es dennoch tue, erlauchter, bitte ich grossmütigst zu verzeihen.

nie könnte dein beitrag ärmlich oder bescheiden sein! deshalb, erleuchteter, musst du einsehen, dass wir nach lektüre deiner erbauenden worte nichts antworten können, nein, wir tragen diese worte in unserem herzen und denken still viele stunden und tage darüber nach, versuchen den sinn und die botschaft zu ergründen, bis uns vor erschöpfung wieder nur das unwürdige gesabber von kleinkindern und vergreisten späthippies einfällt.

trotzdem beehrst du uns in deiner grossmut mit deiner anwesenheit!

ich kann dir nur auf knien dafür danken.

meine niedrigen instinkte betreffs eines ebenfalls hier anwesenden exemplars der gattung pinguin... dein zürnendes auge fiel darauf!
schuldig, schuldig, dreifach schuldig bin ich!
von gras, nein von erde mich ernährend werde ich ab nun busse tuend wandeln,
staub unter deinen füssen
büssend, oh erhabener,

möge dein auge nicht mehr in ärger auf mich fallen...

miaou

edit: solche anfälle hab ich ab und zu ; gebt mir ein stück rohes fleisch, das beruhigt mich manchmal
NetVagabond 
Registrierter Benutzer
Posts: 144
(12/15/00 11:22:46 pm)

Re: demütigst um gehör bittend...
Amen

 

cluster 
Oberindianer
Posts: 1073
(12/15/00 11:58:28 pm)

Re: demütigst um gehör bittend...
Wenn ich nicht mittlerweile OMs Dreifaltigkeit kennen würde, dann wäre ich erschrocken.

Aber warum heisst der Topic "Schlussworte" ?

Schluss mit dem Unsinn, der voller Sinnlichkeit ist ?
Schluss mit Beiträgen von OM ?
Schluss mit der Hoffnung das alles anders wird ?

Fragen über Fragen . . .
Der Jimi
Mein Sonntagsbraten
Posts: 682
(12/16/00 12:02:34 am)

Re: demütigst um gehör bittend...
Tja,

das frage ich mich auch.

Beachtlich ist, daß das Board auf einmal so ruhig geworden ist - he Hoppers, was ist los?

Take care,
Jimi
sjfm 
Registrierter Benutzer
Posts: 338
(12/16/00 12:03:37 am)

Re: demütigst um gehör bittend...
hi!
ts, warum muss jeder ein poet sein, der auf dem board postet?
VOR ALLEM IN BRENNHOLZ!


greez
sjfm
ich boote, drum bin ich...

eRRor4o4 
Registrierter Benutzer
Posts: 143
(12/16/00 12:20:01 am)

 
Re: demütigst um gehör bittend...
Steht jedem frei das board zu wechseln. Im übrigen ist es ein todschlagargument, daß lustige menschen kindisch seien. Liegt in der natur der sache, da sich immer das kind im menschen freut. wenn es noch vorhanden ist.... Genauso könnte ich einem Frosch vorwerfen daß er grün sei und keinen niveauvolleren beitrag außer "quark" leisten kann. OM, über menschen wie dich amüsiere ich mich schon mein ganzes leben lang, daher würde ich mich über weitere kulturelle Sternstunden mit dir und deinen aliasen freuen. :) :)
Durbridge
Registrierter Benutzer
Posts: 67
(12/16/00 12:34:38 am)
Nörgelt der alte Meister wieder?
Hallo Jimi und Miaou,

Ihr solltet wissen, das kränkelnde, alte Männer sehr störrisch sein können. Langsam sorg ich mich um OskarMaria, denn wenn er schon vom Schlußwort spricht, will er sich bestimmt vom Board stehlen. Jetzt versucht er in seinem Jugendrausch einen dynamischen Briefwechsel mit unserem Alexchen. Das hält er nicht durch, wo er doch genau weiß, daß die Wechsel schneller laufen als sein Gehalt. OM, such dein Heil im Kontemplativen (hähä, hab ich bei meiner Recherche über Hedonismus gelernt).

Aus gut unterrichteten Kreisen weiß ich, daß Ihm in den letzten, langen, dunklen und naßen Winternächten F.J. Strauß in schwersten Sträflingsketten heimsucht. Er wird in die 68'er zurückversetzt, wo Ihm sein schändliches Tun auf Deutschlands Straßen vorgeführt wird. Schlotternd in Birkenstockschuhen mit Tränen in den Augen hört er die alten Schlachtgesänge Che, Che, Che Gueverra..... und muß anschließend die Qualen von Ohnesorg und Dutschke über den gesellschaftlichen Zustand der heutige Zeit mitertragen.

Und ich sag noch, Auskurieren. Nein, ist ja nur der dumme, kleine Durbie, auf den hört eh keiner. Oh verdammt, mein Gedächtnis läßt mich im Stich, wo ich jetzt auch mal Liedgut als Moralpredigt für OM zum Besten geben will.

Das Lied von Simone und Garfunkle, daß im letzten Refrain von dem Boxer im Ring handelt, der machen kann was er will, aber am Ende doch als Verlierer darsteht.

Au weh OM, hätt ja nicht gedacht, daß Du dich vom Acker machst und die Erleuchtung das Board verläßt.

Ich hatte Dich gewarnt, angeschlagen bist Du leichte Beute und dann so leichtsinnig sein im Brennholzordner zu posten.

Computertechnik ist gut, ich bin froh, wenn ich Ball und Board schreiben kann, sowie an und ab die Wörter TiSiPi-EiPi oder JuDiPi in die Diskussion einfließen lassen darf, und bei Port nicht sofort an Himmelspforte denke.

Ich kann's irgendwie nicht lassen, wenn OM postet, verspüre ich den Drang Ihm in die Parade zu fahren. Aber hinterher fühl ich mich besser, werd wieder richtig jung.

Tut mir leid Alex, aber ich glaub, hab wieder nix für Dich übrig gelassen. Ein kleiner Abgesang wäre nicht schlecht.

Lachen ist eine Gute Medizin OM, ich hoffe nach Weihnachten mit einem erholten OskarMaria in den Boardring steigen zu dürfen.

Der Spitzbube
Durbridge

 

FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 552
(12/16/00 1:08:34 am)

Re: demütigst um gehör bittend...
ugs - etwas recht hat er ja - zum teil kann man ja wirklich nicht mehr posten, ohne das 3 postings später schon wieder pingurezepte gehandelt werden.
andererseits kann ich für meinen teil mit den philosophischen ergüssen der boarderlauchtheiten auch nicht viel anfangen - es interessiert mich schlicht & einfach nicht.
ich habe mich früher mal damit beschäftigt (genau wie mit religionen), konnte dem nichts abgewinnen und damit war das thema für mich erledigt.
so habe ich euer topic ( alex & deins ) zwar überflogen, mich aber mangels interesse und auch kenntnissen besser rausgehalten.
davon abgesehen ist das hier der hafen - kein philosophieseminar, denke ich. ich glaube auch, es gibt hier keine pflicht, das und wie man auf topics antworten muß
( bitte nicht in den falschen hals bekommen - ist nicht so hart gemeint, wie es klingt ).

Bis denne

FtkH

 

alex00
Registrierter Benutzer
Posts: 60
(12/16/00 3:31:21 am)
Schluß mit lustig
mmh, "etwas recht hat er ja", aber der Ton macht die Marschmusik, zum Gleichschritt. Gilt natürlich auch für errors.

Mit der Qualität ist das so´ne Sache, genau wie mit Literatur ("Dr. Oskar in Gefahr"): keiner kann so recht definieren, wo sie trivial wird oder wodurch sie sich von "guter" unterscheidet. Deshalb hat man "Trivialliteratur" gestrichen und durch "massenhaft verbreitete" ersetzt.
Boardkumpeleien und ironisches Gefrotzel findet man auch massenhaft, wo sich communities um sich selbst drehen. Mich stört das überhaupt nicht, oft lustig, wenns auch mit der Zeit nicht sonderlich kreativ ist und meiner Meinung nach ins RL gehört und auch dort gepflegt sein sollte.

Die Gefahr ist vielleicht, daß die Hafenkneipe zur Cliquenwirtschaft mutiert, interessante Wechsel fremder Meinungen (und Humore) zu freundschaftlichem Plaudern werden, mit Privatscherz und Hinterzimmern. Und Lokalpatriotismus.

Allerdings, Qualität ist´s ja oft wie das Winterwetter: wenns Hoch kommt, wirds kalt.

Soweit zum ersten Donnerschlag. (PS: Für mich, ganz persönlich, leidet das board derzeit vor allem unter OM´s Abstinenz, bzw., in der Spelunke reißt sich keiner mehr vom Thresengespräch loß und proklamiert lautstark in den Saal..)

2.: Feedback
Macht mich oft auch traurig, aber meine Provokationen sind ja mundtöterischer angelegt als OM´s stachelnden. Deshalb beschwer ich mich nicht und arbeite an mir, streiche, ersetze, schweige. Meistens.

Reg.: Philosofie
Da waren im Wheinachtsstress ja ganz andere am Werk, Kleinkinder und Späthippies, FDH, und OM, obwohl du zweitens dann wieder Recht hast.
(By the way: Jens ist Agnostiker, sagte Bodo. Kannte ich nicht, also fragte ich Jens: Was ist das? Der zog die Schultern hoch und sagte: Isch wieht ett nitt!)

Fazit:
Was ich von all dem hier halte? Hmm, der Ton gefällt mir nicht..., ziehe meine Schultern hoch...

agnostizierte, aglasnostizierte, aglasmostizierte
aaalex

 

Moppel 
Registrierter Benutzer
Posts: 241
(12/16/00 5:17:19 am)

Re: Schlussworte
OhM,
"Schlußworte"?... was lese ich da?
Glücklicherweise kommt Moppel, dem es immer schwer fällt 'zwischen den Zeilen' zu lesen, dem es genauso schwerfällt, zwischen Ironie, Ernst und Provokation zu unterscheiden, hier mit einfacher Logik zum Ziel.
Wären dies wirklich Deine Schlußworte, hättest Du als Plattform nicht dieses Forum gewählt.

Nichts desto trotz sind Deine Bemerkungen ernst gemeint und ich kann sie nachvollziehen.
Das Niveau, zumindest das geistige, kommt im Moment zu kurz. Du solltest aber sehen, daß entsprechende Topics auch früher nicht an der Tagesordnung waren. Nur, bei der momontan großen Anzahl an Postings (Cluster müßte mal seine Statistik sprechen lassen), gehen sie sehr schnell unter.
Gerade auf einem recht kleinen Board ändern sich die Themenschwerpunkte häufig, momentan wird nun mal alles vom Ftp-Projekt und die Sorge um den Weihnachtsbraten dominiert. In der Internetbaustelle, kürzlich noch ein Renner, ist seit 10 Tagen nicht mehr gepostet worden.

Damit auch niveauvolle Beiträge (eigentlich ein Begriff, dem ich recht kritisch gegenüber stehe) entstehen, bedarf es phantasievoller Schreiberlinge, die es verstehen entsprechende Topics zu starten, und zu denen gehöre ich leider nicht.
Fast alles, was ich in meinem Leben zu Papier gebracht habe (bringen mußte), waren naturwissenschaftlich-technische Abhandlungen, bei denen ein Grundwortschatz von 500 Wörtern plus umfangreichem Fachwortschatz ausreichten. Ich denke, das merkt man meinem Schreibstil auch an.

Ich gebe es gerne zu, ich bewundere Dich um Deine Fähigkeit mit dem geschriebenen Wort umzugehen. Genauso, um hier im Topic zu bleiben, miaous locker amüsanten und dennoch intelligenten Schreibstil. Oder Durbridge, obwohl er, wenn ich das richtig erkannt habe, auch eher aus dem technischen Bereich kommt.
Ich brauche auch gar nicht in die Ferne zu schweifen, ich sehe das täglich an Moppeline. Einen kurzen Geburtstagsgruß von ihr, möchte ich schon als Literatur bezeichnen.

Meine Schwierigkeit besteht darin, so zu schreiben wie (was) ich denke. Es hängt vielleicht auch von meiner Tipgeschwindigkeit ab, daß ich meinen Gedanken immer weit hinterherhänge.

Was mir hier, außer den Leuten, schon immer gut gefallen hat, ist die interessante Mischung aus Technik, Blödsinn, Ernst und Niveau. Und wenn das Pendel momentan in eine bestimmte Richtung ausschlägt, wird sich das, schon aus physikalischen Gründen, auch wieder ändern.
Voraussetzung dafür ist, daß alle an Board bleiben und immer schön mitmachen.
Nicht wahr, OM?

Grüsse

 

FitzOblong 
Registrierter Benutzer
Posts: 156
(12/16/00 8:26:27 am)

Re: Schlussworte
Moppel,

da finde ich mich wieder. Außerdem arbeite ich schwer daran meine Zeitverbrauch fürs RL zusenken: bei Schlecker werden angeblich Dinge des täglichen Bedarfs ab 30 DM kostenlos ins Haus geliefert, das suche ich jetzt gerade. Da muß ich mich dann nicht mehr im Laden mit so profanen Gedanken, wie, wieviel Klopapier haben wir noch oder reicht das Shampoo noch bis nächste Woche, rumschlagen. Habe jetzt nämlich keine Lust vor dem Arbeiten auch noch einkaufen zu gehen.

Gruß Fitz

 

FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 557
(12/16/00 10:11:48 am)

Re: Schlussworte
@alex: es war wirklich nicht so hart gemeint, wie es sich las, aber n körnchen wahrheit steckt wohl drin, gelle ?
ich finde, einige hier benehmen sich recht mimosenhaft und fühlen sich immer sofort angegriffen !
beispiele nenne ich mal nicht, aber lest eure postings, dann werdet ihr es selbst sehen.

was den stil hier im board angeht, da werde ich wohl auch weiterhin nicht zu verbesserung beitragen, ich bin nämlich nur ein kleiner bauhandwerker, dessen täglicher sprachgebrauch sich auf "Ey Aldder, wirf mal den Hammer her"
und in "Ey aldder, mach ma noch n bier uff" beschränkt.

so fällt mir als vorschlag zur güte nur noch ein, das cluster ein "idiotenforum" erstellt und in dieses alles radikal verschiebt, was nicht das intellektuelle niveau eines durchschnittspostings erreicht. als schiedsrichter schlage ich dafür om & alex vor.

wir anderen durchnittsposter sollten uns eben bemühen, das geforderte niveau zu erreichen...
ich schmeiss jetzt meine zeitung weg und leg die computerbücher beiseite und fahre in die stadtbücherei, kant & hegel holen...

Bis denne

FtkH

 

JR33
Registrierter Benutzer
Posts: 239
(12/16/00 10:59:18 am)
Re: Schlussworte
@Ftkh,
muß das nicht " Kind & Kegel " heißen ?

OM könnte ja mal bei Cluster nachfragen, ob in der Kneipe
noch `ne Intelektelullenecke frei ist.

Die relative Ruhe, die dem sonst so gerissenem Kochtopfveredler auffällt, liegt doch daran, daß es in anderen Ecken kracht und dröhnt !

Greetz
JR

 

melamad 
Registrierter Benutzer
Posts: 114
(12/16/00 11:27:27 am)

Re: Schlussworte
Es gibt da so schöne Sprüche wie "Jeden Tierchen sein Pläsierchen", "Jedem das Seine" oder "Jeder so wie's ihm gefällt".
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich bin nach der Arbeit nur noch begrenzt aufnahmefähig.
Mir fehlt jedenfalls abends die Lust und Laune konzentriert zwischen den Zeilen zu lesen; das schaffe ich höchstens am Wochenende und auch nur dann wenn ich genügend Zeit habe. Und das kommt nicht oft vor.
Ansonsten bin ich mit der "leichten Lektüre", die hier geboten wird, voll und ganz einverstanden. Man kann so richtig schön relaxen.
Ansonsten: seid ihr sicher, daß OM nicht wieder nur ins Wespennest stechen wollte und sich jetzt vor seinem Compi grinsend zurücklehnt ob der ausgelösten Reaktionen ?

ciao melamad

 

sjfm 
Registrierter Benutzer
Posts: 346
(12/16/00 11:50:32 am)

Re: Schlussworte
hi!
immerhin sind schon einige ob unserem knalls zu uns gestossen! und zwar weil ihnen das gefallen hat.
siehe topics: ihr hab ja alle einen knall, oder ähnlich.
ich bin auch keiner der langen worte, oder selten.
einerseits is es schon richtig, daß fast jedes topic ins fressen ausartet, andrerseits is das halt so mit running gags. aber es is ja nicht das einzige forum. fachwissen hol ich mir meist aus anderen, da ich dort sicher schneller zum ziel komme. das soll jetzt auf keinen fall bedeuten, daß hier nur hohlköpfe sind! wenn ich ein prob mit meinen kisten habe, versuch ich das erst mal selbst zu erledigen. klappt meistens auch. wenn ich dann wirklich ansteh, dann brauch ich spezialisten. und die findet man halt in einem spezialforum.
und wie mel eben gesagt hat: hier ist das entspannungseck und om sitzt sicher grinsend hinter seinen tasten!
MAHLZEIT! ;)


greez
sjfm
ich boote, drum bin ich...

miaou
Registrierter Benutzer
Posts: 292
(12/16/00 12:34:08 pm)

Re: Schlussworte
salut melamad,

natürlich sitzt om da und wartet auf die reaktionen!

das ist doch seine spezialität.
eine kleine provokation...und sehen, was dabei rauskommt.

@ alex, lass die schultern mal weider relaxt fallen.
es wird sowieso nicht alles so heiss gegessen, wie´s gekocht wird.

aber mal im ernst (oder wars egon?):

hab im rl genug "ernst des lebens", genug mit sachen, mit denen ich mich herumschlagen muss. ich denk, es geht nicht nur mir so.
und mag es deshalb, wenn es hier entspannt zugeht.
ohne bierernst, ohne das gefühl ,dauernd etwas hochgeistiges von mir geben zu müssen; und ohne aufpassen zu müssen, was ich nun sage.
dieser geistige konkurrenzkampf ist nicht mein ding.
ich kann hier posten ,ohne dauernd beweisen zu müssen, wie toll ich doch bin, oder welchen büldungsgrad/leistungsgrad ich erreicht hab.
dank euch bin ich schon im bereich pc vom vollidioten zum idioten avanciert, eine sache, die mich schwer freut.
und der rest...take it easy, sagte schon unser geliebter cheffe und oberindianer!

in diesem sinne

miaou

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
Posts: 368
(12/19/00 4:58:00 am)
Schluss mit dem Stuss
Angesprochen konnte sich jeder fühlen, beleidigen wollte ich natürlich wie immer niemand. Sollte ich jemand auf den Schlips getreten sein, so würde mich das trotzdem freuen.

Das hier ist kein Chat, sondern ein Nachrichtenbrett. Da muss man nicht sofort was hinklotzen, da muss man nicht spontan Witze, Zoten oder Anekdoten hervorzaubern, da kann man tatsächlich innehalten, mal ein bisschen überlegen und erst dann seine Nachricht in die große weite Welt hinausschicken. Das war der Inhalt meines Postings.

Was ist ein Running Gag. Das ist ein unterhaltsamer Zwischeneinschub, der seinen Witz auch durch die ständige Wiederholung bekommt (Dinner for one: Freddy stolpert immer über den Bärenkopf). Aber man merke, das eigentliche Thema wird weitergesponnen und verändert sich nicht durch den Running Gag. Bei den Hoppers wird der Running Gag dann zum eigentlichen Thema und ist so schließlich auch kein Running Gag mehr.

Also merkt auf: OskarMaria will Euch nicht den Witz, den Spaß, die Spontanität beschneiden, sondern fordert gerade all dies hier ein. Ja, ihr trüben Tassen, ihr trauriger Haufen, ich höre schon das Geschnatter in der letzten Reihe. Ein Filosofiebrett will er uns unterjubeln, er will uns unsere verdiente Freizeit nehmen und uns mit Ökologie, Politk und Filosofie foltern. Dann können wir nicht mehr unbeschwert bei den Hoppers was rauskotzen, dann fragt uns ein dahergelaufener Feierabenddenker unsere Kenntnisse über die Dialektik bei Hegel und Marx ab.

Das kenne ich von meinem Ältesten. Will er der Welt mitteilen, was für ein hartherziger Mensch ich bin, dann dramatisiert er. Habe ich ihm mal den Computer versagt, so wird daraus ein dauerhaftes Verbot aus nichtigem Anlass. Oder habe ich in einem pädagogischen Gespräch einfließen lassen, dass mich seine schulischen Leistungen nicht zufrieden stellen und ich mir mal wieder eine bessere Note als eine Drei wünsche. Was macht der Bengel daraus: er berichtet der gesamten interessierten Öffentlichkeit, dass sein Vater bereits dann ihm massiv zu Leibe rücken würde, wenn er mit einer Drei oder Vier nach Hause kommen würde.

Und genau den selben Stuss treffe ich hier an. Da lässt jemand den Begriff Agnostiker beiläufig fallen, jemand weiß nicht was der bedeutet, ein anderer schlägt nach, ein weiterer kramt seine alten Uniaufzeichnungen heraus und schon sind wir eine Filosofie- oder Theologieboard mit mächtigen Ansprüchen an seine Mitgliedschaft.

Also, halten wir fest: wir wollen hier keine wissenschaftlichen Ansprüche pflegen, wir wollen uns hier nicht auf geistigen Höhenflügen durch die Lüfte schwingen, aber wir sollten wenigstens eines gemeinsam wollen: Inhalt. Öffne ich eine Sardinenbüchse, was will ich drin sehen: leckere Sardinen. Öffne ich eine Dose Ananas, erwarte ich Ananas. Öffne ich ein Topic bei den Hoppers, kann ich mir sicher sein: das was draufsteht, ist gewiss nicht drin. Und manchmal ist auch gar nichts drin.

Denn will ich lesen und dabei gar nichts denken- dann kaufe ich mir die Bildzeitung. Die macht das besser, als jeder von uns. Und will ich mich in Filosofie weiterbilden, dann telefoniere ich mit meinem alten Kumpel Claudia. Die hat es immerhin zum Prof in diesem Fach geschafft und kann mir komplizierte Gedankengänge so einfach und treffend vermitteln, wie sie früher mit einer satten linken Klebe beim Sonntagskick mir den Ball in die Eier donnern konnte.

Bleibt am Ende die Überschrift "Schlussworte" zu erklären. Gewollt Missverständnisse hervorzurufen ist eine meiner Spezialitäten. Aber die Kaffeesatzleser waren schnell auf der richtigen Fährte. Vom Acker, vom Board wollte ich mich nicht machen. Sondern auf ein anderes Übel deuten: da macht sich jemand die Mühe und leiert sich etwas Inhalt aus dem Bauch, verpackt es ordentlich in Worte und dann verweigern sich die Genossen. Da steht er, ganz allein, in Herzblut gegossen, dein kleiner geistiger Ausfluss und alle ignorieren ihn. War es dumm? War es anmaßend? War es unverständlich? Selbst diese kleine Antwort wird verweigert.

Und so sind alle deine Beiträge Schlussworte. Denn danach passiert eigentlich nix mehr. Oder sind da einige zu faul zum Denken, zu bequem zur Konzentration und zu träge zur Kommunikation?

Wie auch immer, ich bin jetzt müde und lege mich ins Heiabett. Noch eine Woche, dann ist der diesjährige Weihnachtsmarathon auch vorbei: letzten Donnerstag - Betriebsweihnachtsfeier, Freitag - Abendessen mit freien Schreiberlingen, Samstag - Weihnachtsfeier meiner Jugendfussballmannschaft, Sonntag - Geburtstagsfete meines Ältesten, Montag - Weihnachtsfeier des Vereins, Dienstag - Weihnachtsfeier in der Schulklasse meines Jüngsten, Donnerstag - Einkauf für die Feiertage, Freitag - die letzten Weihnachtsgeschenke noch organisieren. Samstag - meine Bagage fährt ohne mich zwei Tage zur Schwiegermutter und lässt mich allein zu Hause. Das sind meine Feiertag, aber schon am Dienstag darauf fallen wieder die Hottentotten aus Hamburg bei uns ein und wollen erst nach Neujahr wieder verschwinden.

Eine schöne, beschauliche Weihnacht, ganz ohne Konsumterror und Götzenglauben wünscht Euch
OskarMaria

 

Moppel 
Registrierter Benutzer
Posts: 243
(12/19/00 6:15:13 am)

Re: Schluss mit dem Stuss
Jetzt hätte ich Dir beinahe geantwortet, aber...

...mein bester Freund ist Soziologe, der könnte das viel besser...

Grüsse

 

FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 612
(12/19/00 7:26:18 am)

Re: Schluss mit dem Stuss
ach om, deine postings sind für mich doch immer die weihnachtsplätzchen unter den beiträgen hier...


ps....magst du jimi lieber panniert oder naturtranig ?

Bis denne

FtkH

 

Von diesem Thema ist hier nur die erste Seite dokumentiert. 

Leichte Beute oder

die Waffen einer Frau

Seite 1 2

Verfasser Kommentar
OskarMaria 
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Posts: 213
(11/13/00 5:55:09 pm)
Leichte Beute oder die Waffen einer Frau

Es drohte ein richtig versauter Abend zu werden. Ich hatte einer Volontärin etwas außerhalb der Reihe bei ihrem ersten Artikel geholfen. Zum Dank hatte sie mich Abends in eine Schicki-Micki-Kneipe ausgeführt. So klebte ich dann auf einem unbequemen Barhocker mit Plastiksitz, hielt mich an einem Glas Bitter Lemon fest und sah den als Garcons verkleideten Dressmen zu, wie sie mit weißem Hemd, Schlips, dunkler Anzugsweste und einer um die Hüfte gebundenen langen weißen Schürze, geschäftig hin und her eilten.

Auch das Publikum machte was her. Die jungen Damen und Herren hatten heute wohl einen erfolgreichen Tag im Börsenparkett zugebracht oder sich in den Vorstandsetagen einiger Banken beliebt gemacht. Alle zusammen strahlten ein Selbstbewusstsein aus, das nur durch die Pracht ihre Sportwagen übertroffen wurden, die meist im absoluten Halteverbot oder auf den Bürgersteigen rund um das Nobellokal abgestellt waren.

Auch das Outfit meiner Begleiterin war dem Ambiente des Lokals völlig angepasst. Ein schickes Kostüm umhüllte sie und auf ihren hochhackigen Schuhen überragte sie mich um einige Zentimeter. Ich dagegen kam mir mit abgewetzten Jeans, ungebügeltem Hemd und Sportschuhen völlig deplaziert vor und war gewillt, das Lokal bei der nächst möglichen Gelegenheit zu verlassen.

Meine Ohren hatte ich auf Durchzug gestellt. Mit dem einen hörte ich dem belanglosen Geplapper der Nachwuchsjournalistin zu, mit dem anderen erlauschte ich die neusten Insiderberichte aus Börse und Bankenwelt, die meine Tresennachbarn auf der anderen Seite so unter sich austauschten.

Die junge Dame an meiner Seite nahm mein Desinteresse gar nicht wahr. Ein andauerndes Stakkato von Worten prasselte auf mich nieder und es schien ihr zu genügen, wenn ich mal hin und wieder bedächtig mit dem Kopf nickte und ein langgezogenes jaa oder hmm von mir gab. So erfuhr ich, welche Lebenskrise ein Pickel auf der Nase am Morgen verursachen kann, welcher Lidschatten zu ihrer Gesichtsfarbe am besten passt und welches Arschloch ihr vor kurzem fortgejagter Liebhaber gewesen sein muss. Das Geplapper auf beiden Seiten des Tresens nahm kein Ende, mit der Zeit lies meine Konzentration stark nach und meine Augenlider wurden schwerer und schwerer.

Durch eine Bewegung meiner Nachbarin wurde ich hell wach. Sie hatte öfters im Verlauf ihres Monologs im Eifer der Worte mal kurz meinen Arm oder meine Hand angefasst, diesmal war es aber etwas anderes. Meine Begleitung hatte meine Hand genommen und diese an ihrem Rock entlang geführt. Dabei plapperte sie ungeniert weiter und forderte mich auf, doch mit der Hand ihre Strapse zu ertasten, die sie unter dem Kostüm tragen würde. Jetzt hatte sie meine völlige Aufmerksamkeit.

Strapse waren der Alptraum meiner Kindheit. Noch zu genau erinnere ich mich an die Kinderleibchen mit Strapsen dran, die unsere Eltern ihren beiden Jungs an Sonntagen anzogen. Sie fanden es schick, wenn wir im Winter mit kurzen Bleyle-Hosen, und langen braunen Strümpfen unsere Eltern beim Schaufensterbummel begleiteten. Die Strapse zwickten, die langen Strümpfe juckten und ich glaube deshalb zettelte ich damals meine erste kleine Revolution an, um uns von diesem Joch zu befreien.

Aber Strapse getragen von einer jungen Frau sind natürlich etwas völlig anderes. Nun, ich kann nicht für meine anderen Geschlechtsgenossen sprechen, aber diese Kleidungsstück hat eine stark erotisierende Wirkung auf mich . Diese Tatsache war mir bis zu diesem Zeitpunkt keineswegs klar gewesen. Bisher hatte noch keine Frau mich beim Liebesakt mit Strapsen beglückt, geschweige denn hatte ich bisher dabei diese Utensilien vermisst. Aber ab diesem Moment, als meine Hand vom Hintern hinunter zum Oberschenkel geführt wurde, wurde mir bewusst, dass ich etwas Wesentliches bei der körperlichen Vereinigung von Frau und Mann verpasst hatte. Alle Müdigkeit war verschwunden, jetzt galt es den Strapsen auf den Grund zu gehen.

./. Fortsetzung folgt
FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 207
(11/13/00 11:22:49 pm)

Re: Leichte Beute oder die Waffen einer Frau
nie ne frau mit strapse im bett gehabt.....lol......
aber selbst welche getragen ? bedenklich !

Cu FtkH

Moppel 
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Posts: 73
(11/14/00 5:34:42 am)

Re: Leichte Beute oder die Waffen einer Frau
Hast aber 'ne lange Leitung FtkH,
bei seinem Nick war mir das von Anfang an klar!

 

FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 210
(11/14/00 6:17:14 am)

Re: Leichte Beute oder die Waffen einer Frau
naja, ich bin da halt blauäugig bzw. geahnt habe ich das ja schon..... - aber da kann man mal sehen, wie die eltern
die Kindentwicklung beeinflussen...
zwingen den armen kerl, strapse zu tragen...

Cu FtkH

sjfm 
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Posts: 234
(11/14/00 9:27:51 am)

Re: Leichte Beute oder die Waffen einer Frau
hi!
jo, strapse. leider tragen viel zuwenig frauen die dinger. derjenige der die ach so praktischen aber unerotischen strumpfhosen erfunden hat, gehört gekillt.
fällt mir immer folgender ein:
typ meint nach der nummer, "wenn ich gewusst hätte, daß du noch jungfrau bist, hätt ich mir mehr zeit gelassen!" sie drauf, "wenn ich gewusst hätte, daß du mehr zeit hast, hätte ich die strupfhose ausgezogen!" ;)


greez
sjfm
ich boote, drum bin ich...

Kaspar Hauser
Registrierter Benutzer
Posts: 12
(11/14/00 5:05:36 pm)
Ich bin erschüttert.
Ja, immer noch.

 

FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 211
(11/14/00 5:36:59 pm)

Re: Ich bin erschüttert.
sjfm: der hat ja so n bart - den kenn ich schon aus meiner kindheit...........

ansonsten ja : strapsezwang für alle frauen !
nieder mit der strumpfhose !

Cu FtkH

Claudicam 
Registrierter Benutzer
Posts: 1
(11/14/00 7:12:22 pm)
Strapse
..... einfach nur unbequem ;) .

Grüsse von Claudia, die einen schönen Tag wünscht
 

 

miaou
Registrierter Benutzer
Posts: 174
(11/14/00 8:43:22 pm)

nee, ne
...nur wer sie nicht tragen muss, findet strapse toll.

@ftkh, vielleicht willst du auch wieder reifrock und korsett einführen????

ciao

miaou

 

FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 216
(11/14/00 9:47:54 pm)

Ja Ja !!!!
ich habe damit keine probleme, schwester sabine und ich, wir haben da ne strikte arbeitsteilung - sie zieht die dinger an und ich zieh sie ihr wieder aus......hehe....

ansonsten bin ich bei frauen eher für bequeme kleidung.....
am liebsten gar keine.......ups....

nee, ernst beiseite.....
sicher sind die dinger unbequem, glaub ich gern, aber sie sind auch das erotischste kleidungsstück, was frau tragen kann.....
und es muß ja nicht immer sein....... - nur anstelle der strumpfhosen.........

Cu FtkH

Durbridge
Registrierter Benutzer
Posts: 50
(11/14/00 9:55:11 pm)
@FtkH:Lustmolch
Gruß
Ein maskierter Anonymer

PS: Nicht das noch wer auf die Idee kommt, ich les hier mit.
oemmeskirchen 
Der mit seiner Lasagne tanzt
Posts: 459
(11/14/00 11:09:07 pm)

Re: @FtkH:Lustmolch
na ja, mag ja sein,

aber sone knackige kiste inner engen jeans - mit spur H0 - turnt auch gut an... :b

oemmes
FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 217
(11/14/00 11:13:38 pm)

Re: @FtkH:Lustmolch
@durbridge: liegt am viagra ( packung wiedergefunden !)

ich seh grad oemmes sein beitrag und irgendwie geht mir grad "je oller desto doller" durch den kopf.....hihi

und durbie, gar keine meinung zu strapsen oder nicht ?

Cu FtkH

oemmeskirchen 
Der mit seiner Lasagne tanzt
Posts: 461
(11/14/00 11:48:08 pm)

Re: @FtkH:Lustmolch
du mußt gerade lästern...

ich stelle nur in letzter zeit mit erstaunen fest, daß mädels - so ab 20 aufwärts - offensichtlich reges interesse an meinen jahrgängen haben...

ist wohl wie bei den handwerkern - erfahrung ist durch nichts zu ersetzen ;)

greetz oemmes

om hat es wohl die schreibe verschlagen...

 

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
Posts: 215
(11/15/00 2:53:33 am)
Leichte Beute oder die Waffen einer Frau, Teil II
Hodrio, der Abend hatte jetzt erst angefangen. Noch nie saß eine geistreichere, unterhaltsamere Frau neben mir. Aufmerksam folgte ich ihren Worten, beteiligte mich hin und wieder an ihren Gedankengängen, half ihr auf die Sprünge, wenn sie sich im Redefluss verhaspelt hatte und machte selbst immer öfter ein paar charmante Bemerkungen. Ja, und damit die Stimmung noch weiter aufgelockert würde, gab ich mein Portemonnaie zur Plünderung frei und bestellte keck bei einem der Dressmen: “Garcon, une bouteille Champagner, s’il vous plait!“ Man konnte die Kellner in diesem Lokal einfach nicht deutsch anreden.

Bei Frauen gebe ich mich gern schüchtern und zurückhaltend. Dies hat mich sicher um das ein oder andere erotische Abenteuer gebracht. Aber ich erspare mir damit Peinlichkeiten, Fehleinschätzungen und Niederlagen auf dem Feld der Gefühle. Deshalb mag ich es durchaus, wenn Frauen richtig forsch rangehen. Dann bin ich es, der nein sagen kann, wenn ich partout nicht will. Das ist aber eher selten passiert.

Die Volontärin ging forsch ran, schäkerte was das Zeug hielt, tätschelte meine Knie, gab offenherzige Einblicke in ihr Seelenleben und in ihre Bluse, verteilte Komplimente, so dass dem OskarMaria mächtig der Kamm und auch andere Körperteile anschwollen. Positiv wurde die Entwicklung dadurch beeinflusst, dass ich an meinem Glas Brause nur nippte, während meine Begleiterin Glas um Glas leerte. Kurz vor Lokalschluss bekam ich meinen ersten feuchten Kuss, danach eine fette Rechnung von der Wirtschaft und schließlich eine Einladung, noch auf ein Glas zu ihr nach Hause zu kommen.

Ihre Wohnung war groß, unübersichtlich und schwierig abzustauben. Es dominierte schwarzer Samt in allen Gemächern: Schwarze Samtvorhänge an den Fenstern, schwarzer Samt als Decke über einem kleinen Bistrotisch, über dem Bett lag eine Tagesdecke aus schwarzem Samt und auch zierliche Rokokostühle waren mit schwarzem Samt bezogen. Das war harter Tobak, ich bin allergisch gegen schwarzen Samt. Kommt der irgendwie an meine Haut, dann juckt mein ganzer Körper und ich kratze mich ohne Ende. Es würde eine harte Nacht werden.

Ich hatte mich auf einem alten Chaiselongue niedergelassen, natürlich mit schwarzem Samt bezogen. Meine Gastgeberin suchte und fand noch eine Flasche billigen französischen Weißwein, sie zündete Kerzen auf einem schweren, vielarmigen silbernen Standleuchter an und löschte das elektrische Licht im Boudoir. Ich harrte der Dinge, die da kommen würden.

Ich weiß nicht wie es Euch geht, wenn ihr kurz davor steht, mit einem Partner zum ersten Mal intim zu werden. Gerne würde ich mich meinen Gefühlen und Trieben einfach hingeben, in einer Woge voller Lust die körperliche Nähe genießen und langsam aber zielstrebig zum Ziel gleiten. Stattdessen befällt mich meist eine seltsame Unruhe, ein Kribbeln in Oberkörper und Bauch, ein Zittern an Händen und Knien. Das gefällt mir überhaupt nicht, ich versuche meine Angespanntheit möglichst zu verbergen und mich cool und abgebrüht zu verhalten.

Solche Befindlichkeiten kannte meine Eroberung überhaupt nicht. Hatte der Champagner noch etwas Distanz übrig gelassen, so hatte bei ihr der Weißwein die letzten Gräben der Hemmnis zugeschüttet. Sie deckte mich mit feuchten Küssen ein, ihre Hände zupften gleichzeitig an den Knöpfen meines Hemdes und am Hosengürtel. Ich bremste ihren Tatendrang aus: Da war noch die Sache mit den Strapsen. Wenigstens einen kurzen Blick wollte ich darauf werfen, bevor auch dieses Kleidungsstück der ungezügelten Lust zum Opfer fiel.

Man darf die Magie dieses Kleidungsstücks nicht unterschätzen. Obwohl als schnöde Halterung für dünne Seidenstrümpfe konzipiert, rahmt es doch in Vollendung jenen Körperteil der Frau ein, auf den das sexuelle Begehren des Mannes sich endlich fixiert. Ich brauchte nicht lange zu bitten, Bluse und Rock fielen zu Boden und mitten auf dem schwarzen Bettüberzug räkelte sich die langbeinige Schönheit in schwarzen Spitzendessous.

Da gab es auch bei mir kein Halten mehr. Ich warf mich auf das Lotterbett, trotz Allergie und Tatterich. Jetzt, sofort ohne Umwege, ohne weiteres Vorspiel wollte ich mit meiner Angebeteten schlafen, Quatsch Liebe machen, Quatsch lustvollen, ungehemmten Sex praktizieren. In meinem Kopf hatte sich ein genaues Bild unserer Vereinigung festgesetzt: Nur den schwarzen Spitzenslip wollte ich noch der Nacktheit opfern, dann sollten Beine in dünnen Seidenstrümpfen mich umfassen.

Ich hatte nicht mit der Tücke des Objekts gerechnet. Geschmeidig unterstützte die Geliebte mein Bemühen, das verflixte Höschen los zu werden. Doch das zeigte sich widerborstig. Es verfing sich heillos in den Strapsen und ließ sich nur nach unter streifen, wenn gleichzeitig auch Strumpfgürtel und Strümpfe runter gezerrt würden. Oder ich musste die Strumpfhalterungen lösen, dann den verteufelten Schlüpfer nach unten schieben und schließlich die Strümpfe neu fixieren. Das mag für einen normal geschickten Mann eine gar leichte Übung sein, für mich im Taumel der Begierde ein viel zu zeitraubendes Unterfangen.

./. Fortsetzung folgt
sjfm 
Registrierter Benutzer
Posts: 236
(11/15/00 9:35:12 am)

Re: Ich bin erschüttert.
hi!
jo ftkh, is uralt, aber ist mir bei der geschichte wieder mal eingefallen...
interessanter weise gibts 2 sorten von frauen.
die einen, die der meinung sind strapse sind unbequem und die anderen, die sagen strupfhosen sind unbequem! n mittelding hab ich noch nie kennengelernt.
abgesehn davon gibts ja auch noch die selbstklebenden. die haben in verbindung mit schönen dessous auch ihren reiz!


greez
sjfm
ich boote, drum bin ich...

mordillo666 
Registrierter Benutzer
Posts: 62
(11/15/00 2:16:08 pm)

Re: Ich bin erschüttert.
Da gibbet aber noch die Kategorie Sorte ala FtkH:

halterlose Kompressionstrümpfe

Besonders an FtkH machen die sich bestimmt sehr nett!


Und Schwester Sabine soll sie wohl auch mögen!!

 

 

FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 224
(11/15/00 11:09:25 pm)

Re: Ich bin erschüttert.
halterlose Kompressionstrümpfe ? lassen die sich den auch an den strapsen befestigen ???

Cu FtkH

oemmeskirchen 
Der mit seiner Lasagne tanzt
Posts: 472
(11/15/00 11:38:13 pm)

Re: Ich bin erschüttert.
...nur mit hosenträgern und nem achterknoten...

:lol

 

 

cluster 
Administrator
Posts: 688
(11/15/00 11:44:12 pm)

Re: Ich bin erschüttert.
Kompressionsstrümpfe sind Optimal für FTKH,
denn unter seinem Gekröse ist ja gar kein Platz für Strapse und seine beiden "Dinger" dürften sich da auch immer drin vertütteln !

 

 

 

oemmeskirchen 
Der mit seiner Lasagne tanzt
Posts: 473
(11/15/00 11:54:02 pm)

Re: Ich bin erschüttert.
..er wollte die strapse - glaub ich - nicht anziehen...und die kompressoren bauen wir besser in den shopper ein..

 

 

Seite 1 2

Leichte Beute oder

die Waffen einer Frau II

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Verfasser Kommentar
Durbridge
Registrierter Benutzer
Posts: 51
(11/16/00 12:04:26 am)
Re: Ich bin erschüttert.
Hallo Ömmes,

weißt du bei welchem Dealer FtkH die V's gekauft hat? Der Stoff ist bestimmt gestreckt. So aufgekratzt war er noch nie. Und so wie's aussieht, hat er OM was davon abgegeben.

Sauber bleiben

Gruß
Durbie

 

dablobb 
Registrierter Benutzer
Posts: 15
(11/16/00 12:46:14 am)
Gefährlich
Hosenträger und Achterknoten, wenn das irgendwie in die Speichen vom Rolli kommt und sich drin aufwickelt.....Am Ende schnürt es ihm noch irgendwas ab.....Nicht auszudenken - FtkH´s verschrumpelter Pullermann amputiert. Lass es lieber, FtkH, sonst ist Schwester Sabine ihres Freudenspenders beraubt.

einschnürende Grüsse
dablobb

 

FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 226
(11/16/00 7:46:44 am)

Re: Danke Oemmes !
du & om ( der bestimmt unter Lechz votiert hat ), ihr seid offenbar die einzigen, die mit mir einen schönen anblick zu schätzen wissen....
die anderen sind offenbar nur neidisch, das viagra auch einem mann in meinem fortgeschrittenen alter noch lebensfreunde spenden kann.....
auch hat mein rolli keine speichen, ich habe so da diese teile dran (keine ahnung wie die heißen) die ihn windschnittiger machen sollen ( mit 180 über´n kudamm, yeah).

@ Cluster: um deinen sehfehler zu korrigieren mußt du dich also nur auf dem boden legen, dann müßtest du der dame direkt auf die strapse gucken.....
was die damenwelt davon hält, wenn du dich jedesmal vor ihnen in den staub knallst, steht auf einem anderen blatt *g*

Cu FtkH

eline klein
Registrierter Benutzer
Posts: 100
(11/16/00 1:00:19 pm)
Re: Danke Oemmes !
Noch ein Strapsetopic... tsssssss. Ich bin erschüttert.

 

 

 

 

oemmeskirchen 
Der mit seiner Lasagne tanzt
Posts: 479
(11/16/00 8:27:06 pm)

Re: Danke Oemmes !
warum?

 

 

FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 227
(11/17/00 5:44:16 pm)

Re: Danke Oemmes !
da eigentliche topic ist ja das hier...
das andere sollte ja nur ne umfrage sein...
ansonsten denke ich, ist das ja noch recht harmlos !

Cu FtkH

alex00
Registrierter Benutzer
Posts: 19
(11/17/00 7:00:05 pm)
Der Stoff aus dem die Traumas sind
Da OM immer noch in der Miederwarenabteilung kämpft, hier ein paar textile Anmerkungen, die er als alter Pulloverstricker wahrscheinlich als bekannt vorausgesetzt hat und mir zur korrekten Deutung vorläufig wichtig erscheinen:

Stoff = ensteht durch Eintrag eines Schusses (english: pick) ins Fach. Der Antrieb erfolgt durch die sogenannte Schaftmaschine. Je nach Bindung und Schußzahl ist das Gewebe lose oder fest.

Samt: Entsteht durch Zerschneiden eines fertigen Gewebes mittels Messer. Die beiden entstandenen Teile können natürlich nicht mehr Zusammengefügt werden, weil die millionen durchtrennten Fäden viel zu kurz zum Knoten sind.

Wirkwaren: Werden nicht gewebt, sondern eher verknotet, verschlungen oder -strickt.

Spitzen: Werden geklöppelt. Früher sind da viele Frauen von erblindet.

Knoten: Gibt´s - wie in der Seefahrt - viele: z.B. den Weber- und den Gordischknoten.

Clischeé: Stoffart, die heute kaum mehr Absatz findet, da sie fast ausschließlich zum Bespannen von Ohrensesseln verwendet wurde. Mit dem Austerben erzählender Großväter verlor sich ihre Bedeutung.

Nylon: Entflammt leicht.

Zitat OM: "Ich habe schnell ein paar Seile ausgeworfen. Natürlich nicht aus grobem Hanf gewickelt, sondern mit feinen Fädchen und Spitzen gewirkt." Dies ist kein falscher Hinweis auf die Bauart von Seilen, sondern auf die dritte Lesart von Stoff, einem Wort, das umgekehrt eine abscheuliche Bedeutung hat.


Wollte nicht stören....
alex

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
Posts: 232
(11/17/00 10:45:51 pm)
Leichte Beute oder die Waffen einer Frau, Teil III

So verabschiedete ich mich von meinen erotischen Phantasien, um endlich zu des Pudels Kern vorzudringen. Auch ohne neckische Accessoires war die Spannung kaum auszuhalten. Ich zog der Partnerin einfach den ganzen Plunder vom Leib. Als wir dann beide völlig nackt zusammen lagen, ich zum glorreichen Finale ansetzen wollte, wurde ich jäh unterbrochen. Sie müsse noch schnell für kleine Mädchen, meinte sie bestimmt und verließ das Zimmer.

Ich wartete im Bett, in schwarzen Samt gehüllt. Ganz neu war so eine Situation nicht, aber extrem selten: Manchmal musste eine Blase wegen Überfüllung kurzfristig Gassi geführt werden, manchmal musste noch was verhütet werden. Ich wartete. Der Samt fing an zu jucken, die Minuten verrannen, meine Bettgenossin kam nicht zurück. Dafür hörte ich aus dem Bad lautes Wasserrauschen. Ich zog mein T-Shirt an und schaute nach.

Im Bad war schlechte Sicht. Die Armaturen an der Wanne waren voll aufgedreht, als einzige Beleuchtung flackerte eine Kerze in den Nebenschwaden. In der Wanne saß meine Gastgeberin mit geschlossenen Augen und einem Glas Hochprozentigem in der Hand. Sie würgte meine Fragerei ab, forderte mich auf, auf sie zu warten. Aber jetzt, jetzt wolle sie unbedingt im Bad alleine sein.

Wie würdet ihr reagieren? Wütend die Tür zum Bad zuknallen, euch anziehen und ein Taxi rufen? Oder besser noch etwas warten, nach den Ursachen fragen und die Nacht mit einem tiefenpsychologischen Gespräch beenden? Ich war mir nicht ganz klar, bekam aus Zorn einen veritablen Hungeranfall und durchsuchte erst mal die Küche nach etwas Essbarem. Der Kühlschrank war so leer, wie mein Portemonnaie nach dem Kneipenbesuch. „Da ist bei uns selten was drin!“, meinte aus dem Hintergrund eine Frauenstimme, die ganz bestimmt nicht meiner Gastgeberin gehörte. In der Küchentür stand verschlafen, zerknautscht, aber mit einem breitem Grinsen im Gesicht, eine andere junge Frau. Das Wasserplatschen und die Badezimmerquatscherei hatten sie geweckt.

Sie versprach noch etwas zum Essen aufzutreiben, wenn ich mir vorher wenigstens eine Unterhose anziehen würde. Eine Dose Erdnüsse und eine Flasche Mineralwasser war alles was sie fand. Am Küchentisch machten wir uns über die Spezereien her. Trotz der peinlichen Situation kamen wir schnell ins Plaudern. Meine Tischnachbarin teilte die Wohnung mit meiner Gastgeberin. Sie war erst vor wenigen Wochen eingezogen, nachdem diese ihren garstigen Ex-Lover vor die Tür gesetzt hatte. Ich klagte ihr mein Leid. Sie lachte mich aus, meinte, die Gute hätte wohl ihren Verflossenen noch nicht ganz verkraftet. Doch ihr Mitleid hielt sich in Grenzen. Trotzdem ich fand ich sie ganz nett.

Aus dem Bad war schon lange nichts mehr zu hören. Wir schauten nach, fanden eine leere Flasche Schnaps und eine schnarchende Wasserlilie. Es war kein Staat mehr mit ihr zu machen. Sie war völlig betrunken, reagierte auf gar nichts mehr. So führten wir eine Notevakuierung durch. Wir ließen das Wasser ab, wickelten sie in ein Badetuch und schleiften sie ins Bett.

Inzwischen dämmerte der Morgen, an Schlaf war nicht mehr zu denken. Ich zog los, um etwas zum Frühstück einzukaufen. Beim gemeinsamen Kaffee stellte ich fest, dass ich gerade eine sehr interessante Frau kennen gelernt hatte. Aber halt, es ist an diesem Morgen zwischen uns beiden nichts, rein gar nichts passiert. So was kommt in Liebesfilmen oder in Kitschromanen vor, aber nicht im richtigen Leben. Wir haben uns wiedergetroffen, später, sehr viel später. Aber das ist eine andere Geschichte


OskarMaria

 

alex00
Registrierter Benutzer
Posts: 21
(11/19/00 3:02:44 am)
leichte Frauen & schwere Beute
Vor ein paar Jahren saß ich mal mit Freunden in einem Wohnwagen eines Bekannten, zu nächtlicher Stunde und ziemlich heiter, da kam uns ein Buch seiner Mutter in die Hände, ich glaube es war "Der Pate" von Mario Puzo. Jemand hatte das schon mal gelesen und kannte ein paar schlüpfrige Stellen darin. Die gaben wir dem Schüchternsten zum Vorlesen, alle anderen mußten Geräusche dazu erfinden. Mit hochrotem Kopf und Pastorenstimme druckste er von "Liebespfahl.......eindrang....Liebespforte... zog sie durch den Flur... Vulva " etc., während wir Geräusche imitierten, die mir heute noch peinlich wären, aber eben brüllend komisch waren.
Flap, hab ich da gedacht, als sich OM´s lyrisches Iches Hand am Strumpfhalter zu schaffen machte. Mal sehen, vielleicht eignet sich ja Teil3 ebenfalls zur Vertonung. Aber da wurde ich enttäuscht. Wie wohl auch einige andere, die ein weniger künstlerisches Interesse an detaillierten Erotikschilderungen haben.
Wiedemauchsei:
Das ist jetzt der zweite OskarMaria, den ich lese, und schon wieder ´ne Tragödie. Wenn sie auch auf leiseren Pfoten daherschleicht. Sehr durchtrieben! Zuerst befürchtete ich, es wird eine Nouvelle und hab aufgeregt im "Schlag nach bei Freud" geblättert, zu guter Vorletzt wähnte ich aufatmend einen Schwank. Aber Irrtum. Alles Sand-in-Augen-Streuerei.
Tragisch ist nicht der präcoitale Interruptus, das ist allenfalls schade, nicht weiter tragisch wäre auch die Annahme, das jähe Desinteresse der Volontärin entspringe einem enemenetekel, gesehen und für zu klein, dick oder behaart gefunden (=ganz schön schade). Nein, die dramatische Tragik liegt nicht in der Handlung und auch nicht zwischen den Zeilen, sondern ist meisterhaft in die Person des Hauptakteurs, bzw. -reagierenden, implantiert. Das fällt nicht so leicht auf, weil der Leser mittels Ich-Erzähltechnik durch fremde Brille zu sehen gezwungen ist. Raffiniert!

respektiert und bewundert
alex

 

Der Jimi
Mein Sonntagsbraten
Posts: 369
(11/19/00 3:33:38 am)

Re: leichte Frauen & schwere Beute
Die Verse lesen sich so leichtfüßig und interessant daß ich am liebsten in den nächsten Buchladen laufen möchte um nach Deinen Werken zu fragen, OskarMaria. :)

Led Zeppelin fließt auf die Festplatte, das Bier steht neben mir, im Net lese ich neue Abenteuer OMs - Herz was willst Du mehr? :)

Take care,
Jimi

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
Posts: 251
(11/23/00 2:36:24 pm)
Allein in der Menge
Neulich im Chat

SauerKind ist nervös, in kurzen Abständen bearbeitet er die Tastatur. "Ich will ficken!", verkündet er den wenigen männlichen Zuhörern zu später Stunde. Auch Winchester77 ist sexuell nicht ausgelastet, er erzählt einen Traum von vergangener Nacht, der in seinem Ablauf durchaus vergleichbare Momente zu der vorherigen Geschichte aufweist. Ich bin irritiert und frage, ob sie gerade meine Straps-Murxerei gelesen hätten. Nein, hatten sie nicht, die Melodie ist wohl universell, aber das Thema Straps wird gerne aufgenommen.

Ich weiß nicht, ob allen Beteiligten klar war, dass sie letztlich ihre sexuelle Befriedigung nicht vor dem Bildschirm und nicht im Chat erfahren werden. Selbst intelligente Zeitgenossen geben sich gerne Selbsttäuschungen hin. Zur Rettung ihrer Ehre muss auch gesagt werden, dass der Chat der Jungs nicht ganz so banal war, wie das vielleicht hier rüberkommt.

Alex hat im Verlauf einer kleineren, hitzigen Debatte mir in einem anderen Topic den Fehdehandschuh zugeworfen und mich mit der Aussage provoziert: "So schreibt nur einer, dessen Erfolge (bei Frauen) schon eine Weile zurückliegen." Richtig beobachtet, wäre ich Nachts auf den Spuren holder Mägdelein, würde ich um diese Zeit nicht schlüpfrige Geschichtchen fürs Board basteln.

Wobei auch Alex mir zugestehen sollte, dass inzwischen auch das männliche Geschlecht seine traditionelle Rolle als Jäger und Sammler überwunden hat. Wir sind nicht mehr die Urzeitmenschen, die Nachts mit einer Holzkeule bewaffnet auf die Jagd gehen, Witterung nach Weibchen aufnehmen und schließlich unsere Beute an den Haaren in die Wohnhöhle zerren. Obwohl diese Vorstellung manchem Zeitgenossen hier durchaus gefallen könnte.

Aber zurück zum Ausgangspunkt. Die Kommunikation ist durch das Web einfach geworden. Ich schalte die Kiste an, rufe etwas in die weite Welt hinaus und es wird immer jemand geben, der mir auch auf den größten Stuss antwortet. Doch letztendlich bleibe ich alleine.

OskarMaria
alex00
Registrierter Benutzer
Posts: 22
(11/23/00 8:37:00 pm)
But last, I´m alone
"You cannot shoot from the watchtower, while banging your hart against some mad buggers wall" (A.Nonym)

Bin grade zurück vom 5-tage-Kroambirraklauben und wollt doch noch was zur Geschichte (Beute?Waffen?) erzählen, speziell in Bezug auf "Straps-Murxerei" und "größten Stuß". Für mich ist das nämlich ein Meisterwerk. Aber lassen sie sich überraschen:

Da wäre zunächst die Frau. Sie handelt konfus und irrational, aber bei genauerer Betrachtung wird klar, wie ausschließlich ihr Agieren - und damit die Handlung der Geschichte selbst - vom Gefühl geleitet wird. Ein verzweifelter Kampf um Anerkennung wird schließlich zur erkannten Verzweiflung, da kann man ein wenig Schwatzhaftigkeit und Trunksucht wie auch die Unbotmäßigkeit ihrer Waffen nachsehen. Sie kann einem leid tuen, aber sie kämpft. Wenn auch dumm.
Der Mann hingegen verkörpert das genaue Gegenteil. Er reagiert nur und ergreift lediglich zwei mal die Initiative, in beiden Fällen aber folgt er lediglich einem Trieb. Im ganzen Text läßt sich kein Anhaltspunkt für ein wie auch immer geartetes positives Gefühl erkennen, häufig schleichen sich jedoch negative Assotiationen ein. Dieser Mann ist verzweifelt wie die Volontärin, aber er kämpft nicht, weil er es nicht bemerkt. Er ist zu klug..
Einleitend rückt der Erzähler seinen Stuhl auf ein kleines Podest, damit wird die Fallhöhe bestimmt und eine Welt geschaffen, aus der er kommt, bevor zu Lokal und Trauerseparee gewechselt wird, zwei Milieus, die ihm Unbehagen bereiten, die er aber nicht verläßt. Die Schenkenbeschreibung wird zum verkappten Neid, Erfolg nur durch Rücksichtslosigkeit, Kritk an der Moderne und wird nach Frankreich verlegt, dem Land der Liebe. Hier gelingt sein erster Irrtum: er glaubt, die Frau bemerke nicht sein Desinteresse. Vieles ist glaubhaft, aber kaum, daß ein weibliches Wesen, zumindest unbewußt, Körpersprache, Gesprächsfluß und Halbherzigkeit wie in diesem Fall 1. nicht registriert und 2. mit Gleichgültigkeit statt Wut quittiert. Der Ohnmacht ihrer Wut weichend, greift sie zu einem überraschenden Schritt und er in ihren. Das ertastete Objekt, ein Wäschestück, wird zum Symbol für Erniedrigung und weckt damit sexuelle Gier. Die Triebfeder, die Vereinigung, das Liebe machen, alles Abfallprodukt einer männlichen Neurose: das ist hier so bitterböse inszeniert, daß man es eigentlich nur einer Frau zuschreiben kann. Wie auch die Staubwisch-Assotiation im Heim der Bestrapsten, wo Farb- und Materialmetaphorik eine neue Beleucht und -deutung schaffen. Die Frau hat Beute gemacht und kann sich nun mit gestärktem Ego etwas Wärme und Geborgenheit im Bade gönnen, den Mann in einem Cocon ihrer Trauer zurücklassend. Der Schlußteil widmet sich der Idee des Schicksals-Zyklus, neues Blatt, gleicher Verlierer, Sysiphos, Watchtower.
Der zweite Irrtum des Herrn Kar (Name v. Verf. add.) ist der zentrale, intentionistische: "Ich bin zurückhaltend..." oder so, "weil..." (mir das Vorteile verschafft..usw..). Kraft seiner Klugheit interpretiert Kar ein Gefühl, als Mangel empfunden und deshalb alibimiert, in weises Taktieren um. Aber für Gefühl gibt es kein Weil, vielleicht ein Wegen, wie jeder Viertelintelektuelle weiß. Diese euphemistische Deutung liefert mit ihrer Fälschlichkeit den Schlüssel zur Gefühlsabstinenz Kars und damit die Aussage der Erzählung: Was der Kopf hineininterpretiert, muß noch lange nicht richtig sein. Das vertrackte daran - und auch der Grund, warum für mich ein Meisterwerk: Selbst wenn das alles Stuß ist und hier nur beschrieben wurde, wie jemand ficken wollte und nicht konnte, ist diese Interpretation gerade deshalb richtig, weil sie falsch ist.

Freundschaftliche Grüße an den Erfinder des intell-mobile (perpetuum version) und seiner Leserschar
richtet
alex

 

alex00
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(12/6/00 9:04:00 pm)
Där mit dem Ber tanzt
Alex kramt das hier noch mal vor, weil obige Anmerkungen von mir provozieren sollten und nicht wollten.
Geschriebene Ich-Personen sind für mich nicht Nick-Personen und eine in der Leere hallende Provokation echot in meinem Ohr lange, und meist vielleicht mit falschen Tönen.
OM´s schöne und schön geschriebene Geschichte läßt sich viel einfacher, viel logischer interpretieren (, wenn man denn überhaupt dazu gewillt ist: Planung, Lenkung, Gleichgültigkeit des Weibs, Hilfsbereitschaft, Ausnutzung, zugegebene Schwäche des Knaben).
Ich wollte einfach nur dagegen sprechen und mich selbst ad absurdum führen und mich entSchuldigen, wenn das in falsche Hälse kam. Parallel zur Geschichte war das für mich ein Interruptus vor dem eigentlichen Erguß.

Daneben wollt ich noch bemerken, daß Humor lokal ist. Bei uns ist es so: Je mehr Mühe für eine Beleidigung (sprich Provokation) investiert wird, desto größer die Hochachtung. Das ist zwar ziemlich krank, aber verinnerlicht. Leider.

Insofern, sorry. Auf das OM noch viele Geschichten schreiben möge und ich mich mit pseudopsycho-interpretationen zurückhalte.

jammert, gelobt und weiß nich weiter
alex

 

OskarMaria 
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(12/6/00 9:25:46 pm)
Der Duft der Frauen
Seit ungefähr einer Woche schleppe ich dies Thema in einem Koffer mit mir rum. Geplant als Fortsetzung von der Strapsstory, weil mich Alex Schlusskommentar dazu herausgefordert hat. Die weiblichen Akteure kommen in ihren Kommentaren meist sehr viel besser weg, als die Männer. Das reizt zum Widerspruch.

Die Melodie ist die selbe. Weibliche Verführung und jähes Erwachen.

Warum ich das hier erwähne? Um mich selbst unter Druck zu setzen, die Sache endlich zu Ende zu bringen. Und noch eins: solch eine Geschichte macht mehr Spass, wenn eine Interaktion stattfindet. Wenn man sich gegenseitig motiviert, wenn von vielen Leuten zum Thema agiert und reagiert wird. Nur dann macht ein Thema auch Spass und ist keine einseitige Angelegenheit.

Vielleicht fällt Euch auch zu dieser Überschrift was ein. Und jemand anderes beginnt die Geschichte.

OskarMaria
 
alex00
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Posts: 42
(12/6/00 10:01:53 pm)
Weil ich vor ´ner Stunde schon mal in Siam war..)
No PomPem, sagen die Thais, die ich dann letztlich durch einen, der sich da niederlassen wollte, besser kennen lernte als er selbst.
"Stinkefotze" ist das einzige Wort, das Thailänder- und Innen aktzentfrei deutsch aussprechen können. Sich vor dem Kopulieren oder Oralieren nicht zu duschen, wie das dieserorts mal einfach so geschieht, Entkleiden im Flur... usw... ist für die da nicht denkbar. "You Stinkefotze, hihihihi?" No, no Pompem.
"Duft der Frauen" zweite Assotiation ist: Schnüffler.
Aber das ziehe ich zurück, weil schon wieder negativ.
Duft der Frauen, wie der blinde Alex Pacino es errochen, hmm.
Der echte oder der gekaufte?
Hmm.
Ein Blinder kann nur riechen, wie ein hopper auch nur lesen kann. Besser wäre "Der Text der Frauen" oder " Der Sound".
Aura lass ich getz ma wech

brainstormed
alex

 

Seite 1 2

Abendliches

Händeschüttel - Trauma

Verfasser Kommentar
OskarMaria 
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(10/21/00 2:06:34 am)

Abendliches Händeschüttel-Trauma

oder wie man am Abend die Zeit verplempern kann



Hallo Boardies,

Die Computertechnik bringt immer wieder lustige Wortschöpfungen und Redewendungen zustande. Da gibt es einen Bus, der im Computer Daten transportiert, da gibt es eine Softwareschnittstelle für Scanner, die „Werkzeug ohne interessanten Namen (tool without interesting name – Twain)" getauft wurde. Eine besonders gelungene Namensgebung war für mich immer der Handshakemodus bei der Datenübergabe von einem Gerät zum anderen. Leider habe ich vergessen, welcher Datentransfer zwischen zwei Geräten damit bezeichnet wurde, aber eigentlich ist es für diese Geschichte auch egal.

Nehmen wir mal an der Prozessor verkehrt mit der Festplatte im Handshakemodus. Daraus kann man in etwa folgende Unterhaltung ableiten: CPU ruft ins Archiv: „Hallo, Festplatte, bist Du da“. Festplatte antwortet mürrisch aus den Tiefen des Raumes: „ Wer will das wissen?“ „Na ich, Dein der Chef von des Ganze, Dein Prozessor, der Herr Intel will das sofort wissen.“ Frau Connor, die feste Scheibe antwortet jetzt beflissen: „Na klar, bin schon ne ganze Weile am rotieren. Habe mich gerade gefragt, ob ich nicht ne kleine Pause einlegen könnte, wenn keiner was von mir will.“ Die CPU reicht der Festplatte die Hand zur Begrüßung und fragt entschieden: „Jetzt nicht, ich brauche sofort ein paar Informationen aus dem Archiv!“ Frau Connor ist jetzt richtig aufgeschreckt und kommt schnell auf Touren: „Ok, Herr Intel, es kann losgehen!“. Die CPU fordert ein Dokument an, die Festplatte rotiert zum Register, von dort zu einer bestimmten Schublade, zieht schnell einen Hefter heraus, blättert den durch und rennt mit einem Blatt in der Hand zurück zum Chef. Atemlos übergibt Frau Connor das Dokument an Herrn Intel. Der schaut es kurz durch, stellt fest, dass dies wohl seine gesuchte Information wäre, nickt zustimmend und schüttelt Frau Connor zum Abschied die Hand. „Tschüß, auf Wiedersehen, bis zum nächsten Mal“, und zieht von dannen. Frau Connor wischt sich den Schweiß von der Stirn und legt erst mal ne Pause ein.

Halt gemach, ich weiß natürlich, dass das Beispiel hinkt. Früher zu der Steinzeit des Computerzeitalters, also vor etwa zwei bis drei Jahren, wäre so ein Beispiel noch angebracht gewesen. Ja, da waren die Prozessoren noch so langsam, ja da waren die Festplatten noch so träge, dass damals die Bytes schön einzeln übergeben wurden. Da konnte man solche Vorstellungen von der Arbeitsweise eines Computers noch akzeptieren. Aber heute, wenn die Prozessoren im Gigaherztaumel schwingen, die Festplatten sich zehnmal so schnell im Kreis drehen, wie die Trommel meiner Waschmaschine im Schleudergang, da wirkt ein Handshakemodus doch reichlich albern. Kein Wunder, dass ich diesen Begriff seit geraumer Zeit nicht mehr gehört habe. Bis auf heute Abend, so zwischen zehn und zwölf Uhr, ungefähr.

Ich sitze an meinem Schreibtisch, habe zu nichts Lust. „Dann besuche ich mal den Herrn Cluster und seine Boardhüpfer“, denke ich mir und zeige meinem Computer wo’s langgeht. Der nicht faul, verbindet sich schnell mit dem Netzserver und verlangt eine Leitung zu den Boardhoppers. Dabei habe ich folgendes Gespräch mitgehört: „Hi, Fileserver, wo bleibt meine Leitung?“ Keine Antwort. „Ich will jetzt sofort eine Leitung zum Herrn Cluster!“ „Ähm, ich bekomme keine Verbindung“, stottert der Netzheini,“ niemand antwortet da draußen.“ Mein kleiner Freund wird sauer: „Hey, Du fauler Sack, Du willst einfach mal wieder nicht arbeiten. Jetzt leg los und hol mir ein paar Bytes beim Cluster ab!“ Das wirkt. Der Netzheini reicht ein paar Bytes herüber. Mein Gerät reißt sie ihm aus der Hand und schreit: „Mehr, viel mehr!“

Der Server ist völlig erschöpft, macht erst mal ne Pause und brabbelt: “Mehr ist im Augenblick einfach nicht zu kriegen! Heute sind sie alle im Netz unterwegs, alle wollen Bytes ohne Ende. Da ist man froh, wenn man mal ein paar nach Hause bringen kann.“ Mein Computer gerät dabei völlig aus der Fassung und brüllt unentwegt: “Mehr, mehr, mehr!“ Das Geschrei nervt so tierisch, dass der Netzkasper wieder loszieht und nach einer Weile wieder mit ein paar Bytes zurückkommt. Mein Helferlein reißt sie ihm aus der Hand, schreit dabei ungeduldig: „Du gibst mir den Krempel einzeln, das darf doch nicht wahr sein. Junge ich brauch die Bytes im Tausenderpack.“

„Tausenderpacks sind heute Abend völlig ausgegangen. Willst Du bis morgen warten, dann ist wieder mit ner Lieferung zu rechnen“, meint der Server ungerührt. „Junge, nimm was Du kriegen kannst. Ich brauch das Zeug sofort“, resigniert mein Computer und starrt genervt auf ein paar weitere Bytes, die sein Netzkollege gerade wieder aufgetrieben hat. Ja, und so ging das dann lustig weiter. Der Netzserver findet alle Naselang ein paar Bytes vom Herrn Cluster, die reicht er dann an mein Gerät weiter. Das bedankt sich artig, gibt dem Kollegen die Hand und wirft die Bytes auf den Bildschirm.

Nach etwa fünf Minuten wechselt die Farbe des Bildschirms schließlich von weiß nach was weiß ich. Wer kann schon die Seitenfarbe bei den Boardhoppers genau beschreiben. „Sieht immer aus, wie ganz dünner Kaffee“, meint meine Gattin. Ich denke da eher, an den Dünnschiß meines Jüngsten. Aber die Geschmäcker sind ja verschieden.

Tja, Leute solche Gedanken schossen mir durch den Kopf, während vor mir mein Computer und der Server fleißig sich einzelne Bytes zuschoben. „Hier hab ich wieder einen.“ „Hey, danke.“ Händeschütteln. “Hier ist noch einer” “Leider ein falscher, versuch es noch mal.“ „Aber jetzt, ich glaub der ist richtig!“ „Ok, der ist korrekt“ Händeschütteln. Und so ging das weiter und weiter. Vom vielen Händeschütteln der beiden Computer wurde mir ganz taumelig zumute. Langsam, ganz langsam füllte sich der Bildschirm. Nach einer Viertelstunde, mindestens, sah ich die ersten Reihen der Startseite. Nach einer weiteren Viertelstunde Händeschütteln habe ich es aufgegeben. Rechner im Langsam-Modus ertrage ich einfach nicht. Ich hab mich dann erst mal hingelegt, um den Drehwurm aus meinem Kopf zu kriegen.

Das ist der Grund, warum ich mich heute Abend am Boardleben nicht beteiligen und dem Herrn Cluster nicht meine Aufwartungen machen konnte.

Noch immer völlig schwindelig
 

Euer OskarMaria

 

 
FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 128
(10/21/00 6:11:52 am)

Re: Abendliches Händeschüttel-Trauma
seit ich bei mic weg bin erstaunt es mich, das ich die boardseiten so schnell sehen kann........
vorher: seitenlink geklickt, kaffee holen gegangen, zigarette angesteckt, etwas glotze geguckt, bißchen mit schwester sabine gequatscht, aus dem fenster geguckt und über die nachbarn gelästert........

heute komme ich nur noch bis zum kippe anstecken......
so gehen soziale kontakte flöten.......*g*

Cu FtkH

cluster 
Administrator
Posts: 525
(10/21/00 8:25:22 am)

Re: Abendliches Händeschüttel-Trauma
Kannst ja ein bisschen mit Deiner Festplatte Schäkern !

cu

 

 

oemmeskirchen 
Registrierter Benutzer
Posts: 319
(10/21/00 10:03:55 am)

Re: Abendliches Händeschüttel-Trauma
herrliche glosse.... :lol :rollin :lol

erinnert mich an otto

gruß oemmes

 

Der Kampf des Mannes

um seine Emanzipation

Seite 1 2

Verfasser Kommentar
OskarMaria 
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Posts: 122
(10/12/00 2:07:12 am)
Der Kampf des Mannes um seine Emanzipation...
...ist der Kampf um die Abschaffung der Institution Ehe !

Es gibt Leute auf dem Board, die mich massiv unter Druck setzen, hier etwas zum Thema Ehe abzulassen. Nun gut, es wird Euch nicht gefallen, was ich dazu zu sagen habe.

Die Ehe ist eine überkommene Institution. Sie hat in unserer Gesellschaft keinerlei Platz mehr. Die rechtlichen Voraussetzungen gehören aus den Gesetzbüchern getilgt. Die Jugend muss frühzeitig über die Gefahren dieser verheerenden Tradition aufgeklärt werden, damit nicht aus Schwärmerei und sexueller Tollheit, die unverbrauchte Generation sich den Gefährdungen der Ehe aussetzt.

So lange die gesetzlichen Voraussetzungen noch bestehen, plädiere ich für ein dichtes Netz von Beratungsstellen in allen europäischen Ländern, die ähnlich wie bei Abtreibungen, die junge Generation über die Risiken von vorschnellen Versprechungen und Bindungen aufklärt. Ja , es sollte sogar zur Pflicht gemacht werden, dass vor einer eventuellen Trauung, die beiden Partner mindestens eine zwingend notwendige Anti-Eheberatung und eine darauf folgende halbjährige Nachdenkphase nachweisen müssen.

Ich möchte auch all denen eine Absage erteilen, die meinen ich würde diese Äußerung auf Basis einer sozialromantischen Ader heraus machen. Ich würde hier in der Tradition der Aufklärung einer gleichberechtigten, von jedem staatlichen Ballast befreiten Beziehung das Wort reden. Einer Beziehung , die auf Verantwortung und gegenseitiges Vertrauen aufgebaut ist und deshalb keinerlei staatlicher Einmischung bedarf. Leute, ich muss Euch enttäuschen, es sind ganz andere Gründe, die mich zur leidenschaftlichen Ablehnung dieser barbarischen Institution nötigen. Es ist die beklagenswerte Rolle des Mannes in unserer Gesellschaft.

Schauen wir doch zurück, als die Welt in familiärer Hinsicht in Ordnung war. Der Mann war das Familienoberhaupt, der uneingeschränkte Herrscher in seinem Clan, der König in seinem Haus. Sein Wort war Gesetz in der Familie. Frauen, Kinder, Knechte und Mägde hatten seinen Anweisungen zu folgen, sich seinem Diktat zu fügen.

Der Mann regierte die Grundfesten der Gemeinschaft. Er bestimmte über die Erziehung der Kinder, er vertrat den Clan nach außen, er erbte den Besitz der Vorfahren, er war Verwalter des Einkommens und des Vermögens. Das Gesetz gab ihm dazu alle Vollmacht. Er konnte mit eiserner Hand agieren, er konnte die Familie zwingen, seinem Willen zu folgen. Parierten Frau, Kinder, Knechte und Mägde nicht und verweigerten sich seinem Willen, so konnte er sie mit Strafen, mit Schlägen und schließlich mit dem Verweis aus dem Familienkreis bestrafen. Und er wusste das Gesetz hinter sich.

War die Frau ihm angetraut, so hatte sie sich auch seinen sexuellen Wünschen zu ergeben und ihm stets zu Tag und zu Nacht zu Diensten sein. Das wollten Kirche und Gesetz so. Und wenn ihm danach war, so hatten auch die Mägde seinen Wünschen zu folgen. Auch nahm niemand Anstoß, wenn er danach noch ein wenig im Hurenhaus verweilte.

./.
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
Posts: 123
(10/12/00 2:09:11 am)
Der Kampf des Mannes um seine Emanzipation....
Unter dem Diktat des Mannes hat sich die Menschheit zu unserer heutigen Hochkultur entwickelt. Wir Männer haben die Gattung Mensch aus den Niederungen der Steinzeit herausgeführt, wir haben die wissenschaftlich technische Revolution eingeleitet und unsere Gesellschaft zu den Errungenschaften der Neuzeit geführt. Von Frauen war in der Geschichte unserer Entwicklung und Menschwerdung nur selten die Rede.

Nun, ich sehe durchaus ein, dass sich unsere heutige Gesellschaft demokratischeren Gepflogenheiten befleißigen muss. Doch sind wir nicht dabei etwas zu weit gegangen. Der Mann ist immer noch der Ernährer, die wirtschaftliche Basis unserer Gesellschaft. Er erwirtschaftet zu großen Teilen unser Sozialprodukt. Aber er ist ein gerupfter Adler, ein zahnloser Löwe, ein gefangener Tiger. All seine Kraft, all seine Macht, all sein Intellekt , all seine stählerne Schönheit wurden auf dem Altar der Emanzipation geopfert, wurden mit dem Strick der Gleichberechtigung erwürgt.

So sitzen wir in dumpfem Gehorsam zu Hause, ertragen den Leistungsdruck unserer kapitalistischen Gesellschaft, ertragen die gängelnde Geschwätzigkeit der Angetrauten, ertragen den Ungehorsam, den Übermut und die Gier unserer Kinder und müssen machtlos zusehen, wie unsere Familie, ja die ganze Gesellschaft langsam den Bach runtergeht. Wir sehen es mit wachen Augen und können doch nichts dagegen tun.

Bei allem was wir tun wollen, bei allen Fragen des Alltags kann die Frau gleichberechtigt mitreden. Dagegen ist nichts zu sagen, solange die Frau die gleiche Meinung wie der Mann vertritt. Ist das aber nicht der Fall, haben wir Männer keinerlei Rechte und Möglichkeiten mehr. Wir haben nicht mehr das Recht, unsere Frauen zu zwingen. Wir dürfen nicht bestrafen, schlagen oder zu Hause einsperren. Wir dürfen nicht mal das Taschengeld kürzen oder unser Recht auf sexuellen Umgang einfordern.

Nun, ich will unsere armselige Existenz nicht noch schlimmer machen, in dem ich den Niedergang des Mannes in allen Einzelheiten beschreibe. Ich will es kurz machen, wir Männer dürfen nur noch eines, wir dürfen zahlen. Und zwar immer, überall und in jeder Lebenslage, dürfen, nein müssen wir die Zeche bezahlen. Ja, selbst wenn unsere Frau nach zehnjähriger Ehe sich mit einem knackigen Zwanzigjährigen aus dem Staub macht und uns die Kinder zurücklässt, wir dürfen ihre Vergnügungsreise auch noch finanzieren.

So lange dieser Zustand der Erniedrigung, der Entrechtung und der Würdelosigkeit des Mannes noch anhält, gilt es, der Gefangenschaft der Ehe mit allen Mitteln zu entfliehen. Nur die Frau ist die Nutznießerin der Ehe, der Mann ist das Opfer. Sie ist Subjekt, er ist Objekt.

Es geht deshalb ein Schrei hinaus in unsere Gesellschaft. Befreit uns Männer aus der Knechtschaft der Ehe, aus der Gefangenschaft der bürgerlichen Zwangsgemeinschaft! Und führt uns hinaus in das Licht einer Gemeinschaft, die die überragenden intellektuellen und körperlichen Fähigkeiten des männlichen Geschlechts anerkennt und fördert! Dazu muss die Zwangsjacke der ehelichen Gemeinschaft ausgezogen werden. Alle Insignien der Herrschaft der Frau über den Mann, wie Eheringe, Heiratsurkunden, Schlafanzüge und Deodorants für Männer müssen vernichtet und gebannt werden. Der Mann muss sich als lustvolles Wesen hingeben, seine Triebe, seine Aggressionen und sein Intellekt ausleben und seine Kreativität entfalten können und damit unsere Gesellschaft in ein neues, hoffnungsvolleres Zeitalter führen.


Proklamiert
OskarMaria,
der jetzt auf seine virtuelle Hinrichtung wartet.
FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 100
(10/12/00 5:31:11 am)

Re: Der Kampf des Mannes um seine Emanzipation....
"OskarMaria,
der jetzt auf seine virtuelle Hinrichtung wartet"

Wenn Harey das liest wird es wohl eher eine RL-Hinrichtung !
Hehe......

Ansonsten: Jup, völlig deiner Meinung !
Mich wundert nur, das es Männer gibt, die nicht schlau werden.....während ich seit 11 Jahren in der selben Beziehung ohne Trauschein lebe, heiraten einige meiner Bekannten und Freunde bereits das zweite Mal.
Hähä - manche lernen´s nimmer !

Cu FtkH

Moppel 
Registrierter Benutzer
Posts: 27
(10/12/00 7:06:25 am)

Re: Der Kampf des Mannes um seine Emanzipation....
Is ja toll, OM,
jetzt wo der Moppel..ähhh..ich meine das Kind in den Brunnen gefallen ist, da kommst Du mit sowas an.
Das hilft mir ja nun garnicht mehr, selbst die 10-tägige Rücktrittsfrist ist schon überschritten.

Aber bist Du Dir hierin sicher:

>Schauen wir doch zurück, als die Welt in familiärer Hinsicht in Ordnung war. Der Mann war das Familienoberhaupt, der uneingeschränkte Herrscher in seinem Clan, der König in seinem Haus. Sein Wort war Gesetz in der Familie. Frauen, Kinder, Knechte und Mägde hatten seinen Anweisungen zu folgen, sich seinem Diktat zu fügen.<

Das hat mir Moppeline aber umgekehrt erklärt, und genauso läuft es bei uns.

Also, da muß ich doch mal nachdenken....mhhh......ähhh.....hilfe....hiiilfeee....HIIILFEEEE....warum hilft mir den keiner..............

 

sjfm 
Registrierter Benutzer
Posts: 143
(10/12/00 7:37:16 am)

Re: Der Kampf des Mannes um seine Emanzipation....
hi!
jaja, ich kenn auch genug, die schon 2-3 x sich das angetan haben.
aber es soll ja auch masochisten geben.
hehe, hat sich wohl ausgemoppelt!


greez
sjfm
ich boote, drum bin ich...

cluster 
Administrator
Posts: 482
(10/12/00 7:43:30 am)

Re: Der Kampf des Mannes um seine Emanzipation....
Ich höre schon Alice Schwarzer und Inge Maysel um die Ecke kommen !

Ich persönlich warte immer noch auf "die Reiche Amerikanerin" die bei mir vorbeirudert, kentert und ich Sie rette.

Die heirate ich dann !!!!!

 

 

 

miaou
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Posts: 119
(10/12/00 11:28:13 am)

tränen
ich hab tränen der rührung geschluchzt.....

und bin sofort zum zwinger meines angetrauten geeilt, um mich zu versichern, dass er es auch gut hat.
hab auch beschlossen, ihn von heut an zweimal täglich aus dem käfig zu lassen und ihm freien auslauf im hof für jeweils eine halbe stunde zu gewähren ( von wegen artgerechter haltung....)

nichtsdestotrotz sind die männchen unser spezies eine genetische fehlkonstruktion, sie haben da eine mutation im bereich des x-chromosoms.
was sie gern durch übertriebenes machtausüben kompensieren wollen.

laut einer untersuchung leben männer in einer beziehung übrigens wesentlich länger als die ohne. was bei frauen genau umgekehrt ist.
womit klar ist, wer von der paarbildung profitiert.

so gilt für die herren immer noch der schlachtruf: "völker hört die signale, auf zum anderen geschlecht" im dienste eines längeren überlebens.

also moppel, lass dich nicht verwirren, moppeline hat recht!

was nun die staatliche zertifizierung einer beziehung angeht, halt ichs mit dem motto: jedem das seine

(schliesslich haben hunde ja auch ihre steuermarke um den hals...)

hehe

- ich bin aber schneller als ihr..-

miaou

( nach diktat verreist)

 

FtkH 
Schwester Sabine Fan
Posts: 102
(10/12/00 1:45:32 pm)

Re: tränen
aber da die Technik des Klones immer weiter fortschreitet und auch Beate Uhse bei der Entwicklung gefühlsechter weiblicher Geschlechtsorgane Fortschritte verzeichnet, ist der Schritt zur endgültigen Solobeziehung nur noch eine Frage der Zeit........

Cu FtkH

Durbridge
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Posts: 20
(10/12/00 3:42:42 pm)
Entsetzt
Lieber OskarMaria,

ich danke dir recht herzlich für deine aufklärenden Worte. Eines deiner besten, wenn nicht gar das beste Werk deiner journalistischen Laufbahn. Anhand der frühen Morgenstunden in denen das Essay entstand, habe ich messerscharf gefolgert, daß du die Tiefschlafphase deiner Lebensabschnittspartnerin (Dompteuse) radikal genutzt hast, um deine Thesen an das Portal des Internet-Hopperboards zu nageln.

Nochmals herzlichen Dank dafür, daß du uns aus dem Geschlecht des domistizierten Masculinum die Augen geöffnet hast. Aus dem Sichtwinkel deiner stichhaltigen Argumente haben wir den Begriff der Heirat definitiv noch nie betrachtet. Ich mache mir schwerste Vorwürfe, daß ich unserem Bordgenossen Moppel zu einem verhängnisvollen Schritt gratuliert habe. Lieber Moppel, entschuldige bitte, aber auch meinereiner unterlag dem feministisch oktroyierten Begriff der Romantik. Was ist aus uns geworden?

Von frühester Kindheit an dem verderblichen Einfluß des Feminismus ausgesetzt, betört, belogen und zu haltlosen Objekten erzogen. Erinnert euch, wer dressierte mit gezielten Nahrungsgaben, während die Männer ins feindliche Leben geschickt wurden, um ebensolche herbei zu schaffen. Dann die gezielte Falschinformation über das starke Geschlecht, nur um von der unbeugsamen und grausamen Überlegenheit der weiblichen Psyche abzulenken. Aber seit dem heldenhaften Moment in OM's Leben (wer weiß wie lang es andauert) wissen wir jetzt, daß die Heirat ein weiteres Zwangelement der masculinen Dressur ist.

(uups in Gedanken; nicht so weit aus dem Fenster lehnen, OM ist der Anführer des aufständischen Zwergvolks Mann, dann soll er auch die ersten Prügel einstecken. Helden leben bekanntlich nicht so lang)

Und überlegt, nachdem das Patriachat den Karren aus der Steinzeit unter Mühsal in die technisierte Welt geschleppt hat, tritt unter der matriachalen Machtübernahme die Umweltzerstörung ein.

OM, schau mal was in Venedig passiert ist, als du auf einen Heiratsantrag gewartet hast. Bei klarem Verstand wären dir diese Gedanken nicht durch dein schlaues Köpfchen gewandert. Frauen beherrschen die biologische Kampfführung. Hierbei wenden sie das Instrumentarium dieser B-Waffen sehr effektiv an. Beispielsweise, die gefährlichen Ferro_ich_was_stoffe gehören nach der Genfer Konvention als inhuman verboten. Reagierst du erstmal auf diese Kampfstoffe, wird dir triebhaftes Verhalten vorgeworfen, und sodann dein Psyche angegriffen und unterdrückt.

Teuflisch, und wie ich aus einem der Postings entnehme, wird uns Männer genetische Erbinformation entzogen. Da wird uns ein Y für ein X vorgemacht. Das ist die geklaute Rippe, ein vielleicht relevantes Genom.

Dann die Geschichte mit Che. Hat er uns nicht mal was von beinahe Ertrinken erzählt. Das war bestimmt der verzweifelte Hilferuf eines suizid Gefährdeten.

Noch ein Beispiel aus unserer Runde, unser Bürgermeister Ömmes aus dem Dorf Ömmeskirchen. Der Arme neigt durch Liebesentzug an beginnenden Kanibalismus (siehe Jimi).
Selbst ohne Trauschein haben es die Frauen geschafft. FtkH sitzt im Rollstuhl!

Das feministische Netz der Konspiration ist so feinmaschig gewoben, daß zur totalen Kontrolle die Person von Ottilie Moosbauer (die Initialen OM????) auf diesem Board für ein schlechtes Gewissen der männlichen Boardmitglieder sorgt.

Besonders schlimm hat es Cluster erwischt, er wartet auf eine oder mehrere steinreiche US-Bürgerinnen. Cluster du verwechselst Heirat mit Sklaverei!

Sehr angenehm waren deine Beschreibungen über die Familien der früheren Jahrhunderte. Sehr gut gefallen hat mir die Passage über die Mägde. Schön das positive Inhalte in dein Werk eingeflossen sind.

Bevor ich mich um Kopf und Kragen schreibe, beende ich mal. Das war nun irgendwie am Thema vorbei. Egal, notfalls kann ich behaupten, OM hat mich inspiriert und angestiftet. Er hat eh keine Chance mehr, opfern wir lieber den Einen als Alle. OM verzeih, aber gib zu, du bist der Älteste aus der Rentner-Gang (R.I.P.). Wir werden dich in guter Erinnerung behalten.


Aufmüpfig aber herzlich grüßt
Durbridge

 

Moppel 
Registrierter Benutzer
Posts: 29
(10/12/00 5:55:10 pm)

Aufruf!
Nachdem die Internetbaustelle doch guten Anklang gefunden hat, möchte ich mich hier für die Eröffnung eines neuen Projektes starkmachen.
Vor allem spreche ich diejenigen unter Euch freiheitsliebenden Männern an, die in technischen und naturwissenschaftlichen Dingen bewandert sind.

Neulich durfte ich länger aufbleiben und habe mir im Fernsehen den Film "Die Zeitmaschine" angeschaut.
Sofort war ich begeistert von den Möglichkeiten, die solch ein Gerät bietet.
Mein größter Wunsch ist es seitdem, mit dieser Maschine in eine ferne Vergangenheit zu reisen, in der Moppels noch Männer sein durften, als philsophische Überlegungen, wie sie OM und Durbridge angestellt haben, in einer zünftigen Männerrunde nur ungläubiges Erstaunen und Gelächter hervorgerufen hätten.
Der Gedanke, nach einem langen, arbeitsreichen Tag, zu Hause einen liebevoll und reichhaltig gedeckten Abendbrottisch vorzufinden, läßt mir das Wasser im Munde zusammenlaufen.
Ein Weib, welches mir jeden Wunsch von den Lippen abliest und ich, wenn ich mich in mein vorgewärmtes Bett begebe, nicht immer meine Kopfschmerzen als Ausrede vorschieben müßte, diese Vorstellung läßt mich nicht mehr zur Ruhe kommen.

Nun gut, das Projekt, das ich vorschlagen möchte, lautet "Wir bauen uns eine Zeitmaschine".
Bitte, Ihr hellen Köpfe, laßt mich nicht im Stich, ich wünsche mir eine rege Beteiligung.
Aber keine Post oder Mail zu mir nach Hause, soweit ich weiß, gab es mal ein Briefgeheimnis, das wurde bei uns aber abgeschafft.

Ein gutes Gelingen wünscht
Moppel

P.S.
Noch eine ganz andere Frage:
Ich weiß, es gibt einen Grund dafür, daß man Klobrillen hochklappen kann, ich hab' ihn aber vergessen....

 

chevreaux 
Registrierter Benutzer
Posts: 149
(10/12/00 6:34:43 pm)

Klobrillen
Moin Moppel,

die klappt man natürlich zum PUTZEN hoch, Du Eimer!!

che
cluster 
Administrator
Posts: 485
(10/12/00 6:37:52 pm)

Deswegen :
 

 

Moppel 
Registrierter Benutzer
Posts: 30
(10/12/00 6:38:10 pm)

Re: Klobrillen
Ach sooooo,
obwohl, ich könnte wetten, es gab noch einen anderen Grund.

Grüsse

Edit:
Ja, Cluster, das kommt der Sache schon näher, glaub' ich.

 

 
cluster 
Administrator
Posts: 486
(10/12/00 8:25:59 pm)

Re: Klobrillen
Man merkt das Du nun schon etwas länger Verheiratet bist !
Da Frauen ja bekanntlich immer nur "das Eine" wollen,hast Du wahrscheinlich garkeine Zeit gehabt "das Ding" anderweitig zu benutzen.

Na,dann muß ich etwas deutlicher werden :

Vor allen Dingen ist "ER" dafür da uns Männern etwas Freiheit wiederzugeben !
Wir können immer und überall ! . . . Pinkeln.
Wichtig ist er auch für den Rang unter uns Männern.
Im Gegensatz zu Frauen,die ständig und überall durch das Vorzeigen von überteuerten Klamotten ihre Überlegenheit gegenüber Konkurentinnen darstellen,reicht es bei uns Männern wenn wir uns gegenseitig unseren kleinen Freund zeigen.
Dicke und insbesondere die Länge zeigen wer der Bessere ist und "das Sagen" hat!

Da Frauen da aus biologischen Gründen nicht mithalten können
(das Wort mithalten bitte nicht zu Wörtlich nehmen)
verbieten sie uns Männern jegliche Nutzung unseres "Vorteils"
Das beginnt zu Hause auf dem Clo.

Der Umkehrschluß ist,das alle Männer die Teamunfähig und gut Gekleidet herumlaufen,Sitzpinkler sind !

Also Moppel . . . sei ein richtiger Mann !
Trage "ihn" mit Stolz,pinkel überall hin und wenn Du Kariere machen willst,dann zeig "Ihn" Deinem Chef.
Das wird ihn überzeugen Dir eine gehobene Position zu geben.

cu

alex00
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Posts: 7
(10/12/00 10:05:38 pm)
Sozialromantik
Als Männer noch Männer waren....
Hat die Frau den Ehekerker erfunden und trotz Einfluß- wie Rechtlosigkeit zu etablieren gewußt. Besonders heimtückisch ist ihr das in der orientalischen Kopftuch- und Schleierversion geglückt.
Das ist bekannt.
Ebenso wie Klaubereien über das Wort "Liebe", welches ohne Frage ein von Frau ersonnener Cräck zur Testzeitraumverlängerung männlicher Begierde ist.
Was aber ist diesbezüglich "Romantik"?
Dazu einige An- + Bemerkungen:
Die andächtige Blickveklärung männlicher Naturromantiker hinsichtlich eines Sonnenuntergangsszenarios, mondspiegelnder Gebirgseen in wolkenduchjagder Nacht oder Birnen im Abendwind ist nichts anderes als das Stieren des Mastbullen auf die andere Weide, nichts anderes als die Sehnsucht nach der unbekannten Kuh. Romantik sagt also der Frau: du bist nicht einzig - und weckt dadurch subtil ihren Eroberungsdrang.
Daneben gibt es auch die falsche, sozusagen vorgespielte Romantik, bzw. richtig: vorgespieltes Mastbullentum (vgl. hierzu: "Rudernde Zweisamkeit - Wenn Sie will und Er nur von den Sternen faselt" Hannelore Wirsing/Pimper Verlag).

Soweit.
alecsassandra

 

cluster 
Administrator
Posts: 499
(10/14/00 6:49:18 pm)

Re: Sozialromantik
he he !

Siehste genau richtig !

und das als Frau !!!

Hätte ich nicht gedacht.

Scheint ja doch vernunftbegabte Ausnahmen bei den Frolleins zu geben.

cu

 

 

 

OskarMaria 
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Posts: 128
(10/15/00 11:42:34 pm)
No Risk, no Fun
Liebe Leute,

ich muss hier mal mit zwei Missverständnissen aufräumen, die hier in die Diskussion eingeführt wurden. Die Institution der Ehe hätte erstens etwas mit Zuneigung, ja sogar mit Liebe zu schaffen und zweitens, noch viel abwegiger, die Ehe hätte etwas mit körperlichem Verlangen, mit Sex zu tun.

Ich will nicht ausschließen, dass es Momente im Leben eines Paares gab, die voll von Leidenschaft und Zärtlichkeit waren. Ich möchte nicht ausschließen, dass diese tiefen Empfindungen dann bei den beiden Dödeln zu dem Entschluss führten, durch staatliche Konservierung, aus dem Zustand der Ekstase eine Dauerwurst zu machen.

Ich möchte nicht ausschließen, dass auch nach der Verplombung des Ehegehäuses durch den Standesbeamten, es noch Zeiten gibt, in denen die alten Gefühle durchbrechen und lasterhafte Triebe die Jungvermählten ins Ehebette treibt. Doch alles Konservierte ist bekanntermaßen bereits tod, auch wenn es schön frisch aussieht.

Und so werden diese zärtlichen oder leidenschaftlichen Momente in der Dauer einer Ehe spärlicher und spärlicher. Früher oder später fängt die Ehegattin dann an, Lore-Romane zu lesen, um wenigstens in ihrer Phantasie noch große Leidenschaften zu erleben. Und der Mann an ihrer Seite blättert versonnen in Beate-Uhse-Versandhauskatalogen, um wenigstens noch eine vage Vorstellung von seinen sexuellen Wünschen zu haben.

Alex, die Einrichtung Ehe ist als Testzeitverlängerung männlicher Begierden völlig ungeeignet. Im Gegenteil, sie gibt dem Weib eine zusätzliche Waffe in der Unterdrückung des Mannes: Sex ausschließlich als Belohnung bei männlichem Wohlverhalten und völliger Unterwerfung unter die Hausherrin.

Damit kommen wir zum eigentlichen Inhalt der Ehe. Sie ermöglicht es dem empfindsamen, so schwachen weiblichen Geschlecht die völlige Kontrolle und Herrschaft über den Mann zu erlangen. Und noch viel schlimmer, es wird ein Instrument der Versorgung, der Wahrung des Lebensstandards ohne zu arbeiten. So schuftet der Ernährer in den Kerkern des Kapitalismus, während sich zu Hause die Frau im Ehebett räkelt und sich Gedanken über die Farbe ihres Lidschattens macht.

Auch Durbridges zutreffende Analyse kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass er sich bereits völlig dem Diktat der Frau unterworfen hat. Es mangelt ihm an Mut, seine Erkenntnisse selbst in die Tat umzusetzen. Vielmehr ruft er nach dem Deus ex Machina, weil sich der Erfolgsautor selbst eine leitende Position im männlichen Emanzipationsgetümmel nicht zutraut.

Durbridge, wir müssen das Mittelalter nicht mehr zusammen zurückholen, um Abwechslung in unser Liebesleben zu bekommen. Schauen wir zurück in die siebziger Jahre, da gab es den goldenen Satz: "Wer zweimal mit der selben pennt, gehört schon zum Establishment." Und dazu wollten wir beide ja schließlich nie gehören.

Gruß OskarMaria

PS: Schreibe meine Beiträge meist mitten in der Nacht, seit Harey mir das Schlafzimmer gekündigt hat und ich jetzt im Arbeitssessel nächtige.

 

alex00
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Posts: 8
(10/16/00 5:42:12 pm)
Röslein sagt: ich steche dich
Betr.: "Alex, die Einrichtung Ehe ist als TZV männlicher Begierden völlig ungeeignet. Im Gegenteil, sie gibt dem Weib eine zusätzliche Waffe in der Unterdrückung des Mannes: Sex ausschließlich als Belohnung bei männlichem Wohlverhalten und völliger Unterwerfung unter die Hausherrin"...
OM, da du es offensichtlich ernster meinst als ich:
1. Die TZV bezog sich auf "Liebe", über "Ehe" hab ich eher im Zusammenhang Einfluß- und Rechtlosigkeit schwadro-ironiert...
2. Außerdem: Sex in der Ehe als Belohnung für Wohlverhalten und Unterwerfung: ist das in der freien Wildbahn so anders? Gibt´s in der Ehe nicht auch Tricks der Männer (Nähkästchen will ich hier nich aufmachen)?
Nebenbei: neulich las ich in so´ner Frauenzeitschrift, daß Midlife-Crisis nur eine Falle des Mannes ist, um sich später mit Jüngeren zu Paaren. Interessant.
3. Rein sprachlich krieg ich Magengrummeln: DER Mann, DIE Frau, das Volk? Auch in der Natur gibt´s OrangUtans genauso wie Klammeraffen.
Nebenbei: neulich las ich in so´ner Zeitschrift, daß Tiergatt(ung)en mit größeren Hoden eher zur Monogamie neigen. Interessant.
3.1 Außerdem: Wer Worte wie Kampf, Unterdrückung, Waffen verwendet, denkt kriegerisch. So schreibt ein Wettkämpfer, dessen Siege schon ´ne Weile zurück liegen?

naja,
für die einen ist die Ehe die amtlich rechtmäßige Einkerkerung der Frau in Küche und Gemach, für die anderen...siehe o(m)ben...
Bestimmt ist aber die Ehe auch eine anerkannte Form (ev. vorübergehender) sozialer & sexueller Resignation, bzw. ein Vergleich zweier Parteien im Alterungsprozess über Zukunftsangst. Bestimmt gibt es auch so was wie Leidensdruck des Mannes, der seinen Wert nicht mehr auf dem freien Markt flachlegen kann und in den imaginären Ranglisten nicht mehr hochkommt. Bestimmt ist die Ehe auch ein Rollenspiel, zwar nicht abgekartet, aber meist mit ungleicher Chancenverteilung - wenn beide auf Sieg spielen. Bestimmt hat nachlassende eheliche Erotik auch mit Alltagspräsentation von Feinripp und Lockenwickler, ungezügelten Bläh- und Morgenstimmungen oder so zu tun. Bestimmt ist die Ursache vieler Ehekrisen lediglich angewachsene Respektlosigkeit, Beziehungs-weise vermeintlich selbsterhaltende Unfähigkeit, Positives zu erkennen geschweige denn zu bewundern.
Aber all das hat Mann auch, wenn er nicht verheiratet ist - sofern er sich nicht für totale Beziehungslosigkeit mit regelmäßigem Bordellbesuch entscheidet. Er kann dann nur leichter flüchten. Meistens vor sich.

Historisch gesehen ist die Betrachtung der Weltgeschichte als Willensakt des Mannes natürlich ebenso ein Stammtischmärchen wie Schwelgen über vergangene Patriarchate Männerlatein. Immer saßen Frauen an den Schaltknüppeln der Geschichte-Machenden, und wenn nicht, waren sie die Wasseradern blinder Wünschelrutengänger. Die heimlichen Zentren der Macht waren immer bei den Suppentöpfen.

gebe ich hier mal vorbehaltlich zu bedenken, ansonsten bin ich einer meinung ;-)
alexandra
(nach Diktat verreist - nein, nicht in Flitterwochen)

 

miaou
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Posts: 132
(10/16/00 7:24:27 pm)

beziehung, nicht kampf
hi, alex,
kann dir in grossen teilen zustimmen.

mit der mär vom "vergangenen patriarchat" lockt man auch keinen mehr hinterm ofen hervor. vergleich z.b. ernest borneman: " das patriarchat", wo er ziemlich andere thesen aufstellt.

die ehe ist normalerweise folge einer (paar)beziehung. right?
daraus folgt für mich, dass nicht die ehe an sich, sondern die qualität der beziehung massgeblich ist für das gelingen derselben. will sagen, eine beziehung erfordert respekt und verantwortliches denken dem partner und der beziehung selbst gegenüber. der trauschein, das " zertifikat" ist die manifestierung dieser beziehung nach aussen.
an den begriff "ehe" selber werden aber zu viele erwartungen ( positiver und negativer art ) geknüpft.

verantwortung ist natürlich per se unbequem und anstrengend. denn sie bedeutet unter anderem auch, dass aktiv etwas an der beziehung getan werden muss. so denn der wille da ist.
es bedeutet, dass ich mich jeden tag von neuem mit dem partner , seinen wünschen und bedürfnissen auseinandersetzen muss, so wie er mit meinen. und dass dabei ein konsens gefunden werden muss, und zwar ein befriedigender für beide. was eben auch respekt beinhaltet.
es bedeutet ebenfalls, dass ich aufpassen muss, nicht in eingefahrene schienen zu kommen, die so sachte zum gegenseitigen nicht-verstehen und zum nebeneinander-herleben führen. immer vorausgesetzt, der wille ist vorhanden.
es ist ansich ein immerwährendes fein-abstimmen mit einer sehr feinen schraube.
wenn man diesen "aufwand" auf sich nimmt, kann man die erfahrung machen, dass z.b. sexualität nicht zum fünf-sekunden-ereignis wird, das eher an ein abreagieren grenzt, sondern mit der zeit ( und dem gleichen partner!) immer genialer wird.
womit ich zum fastfood komme. immer wieder lese ich staunend vom frischfleisch-bedürfnis mancher zeitgenossen.
dabei beschleicht mich das gefühl, dass da eine suche stattfindet, die im prinzip nie erfüllt werden kann, da nie genug zeit bleibt, sich auf den partner/menschen einzulassen.
um es krass zu sagen: fastfood ist nahrungsaufnahme, kein geniessen.
aber bitte, wem es gefällt. nur braucht man da keine hoffnung auf dauerhafte zufriedenheit zu nähren.
und ab gehts zum nächsten event.

aber ich will wieder den bogen zur ehe schlagen.
es prallen da zwei extreme aufeinander: die absoluten ehe-bejaher, die keine andere form dulden sowie die absoluten ehe-gegner. beide sind schwer dogmatisch.

deswegen: jedem das seine!

was ist daran schlecht, seine beziehung zu manifestieren?
das geschieht ja auch in anderen bereichen. selbstverständlich hat der trauschein durch vor allem historisch bedingte repressalien gegenüber nicht-verheirateten eine gewisse brisanz. trotzdem ist er nicht per se schlecht. er verursacht jedenfalls nicht die probleme einer beziehung.
es ist z.b. immer noch so, dass schwule gern ebenfalls ihre beziehung derart manifestieren würden, was allerdings unter relativ fadenscheinigen argumenten bis heute in deutschland nicht möglich ist.

es kommt halt immer drauf an, was menschen daraus machen, egal ob mit oder ohne.

noch ein wort zu denen, die nach einer gescheiterten ehe nochmal heiraten.
dass eine beziehung scheitert, ist durchaus normal. es kann sein, dass es "nicht passt", die logische folge ist trennung.
d.h. aber nicht, dass man dadurch von da an im zölibat leben muss. und ebenfalls nicht, dass man nicht wieder heiraten könnte. widerum ist da dem trauschein eine ihm nicht angemessene bedeutung gegeben worden.

oder wieder mal als beispiel: wenn einem ein buch nach ein paar seiten nicht gefällt, würde man dann nie wieder eins lesen?
oder nach einem schlechten essen nie wieder essen?

soweit

ciao

miaou

 

Durbridge
Registrierter Benutzer
Posts: 28
(10/16/00 9:46:30 pm)
Konfliktscheu
Hi OM, miaou und alex00,

hatte eigentlich nicht mehr vor mich zum Thema zu äußern. Ich habe ein schlechtes Gefühl OM gegenüber, weil doch einiges sehr persönlich formuliert ist. Und die Zeit die OM in die Geschichte gesteckt hat ist unglaublich, da plagt mich ein schlechtes Gewissen, auch wegen Harey.

Irgendwie hab ich ja alles angezettelt, bin nur zu scheu um solch ein Topic selbst zu inszenieren. Ausgelöst wurde es durch Moppel's Aussage, daß in seinem Bekanntenkreis ein erheblicher Anteil eine negative Meinung zur späten Eheschließung hat. Der Kleine ist leider wieder ausgebüchst oder hat seine Zeitmaschine fertiggestellt und ist ohne mich abgehauen. Ich weiß, Moppel ist Mitglied der Rentnergang und hat einige Jährchen auf dem Buckel. Wir hatten bis jetzt auch keine Gelegenheit ernsthaft zum Thema Stellung zu beziehen, aber ich würd gern von Moppel erfahren, ob er miaou zustimmen kann.

Den Zeitraum von 1970 bis 2000 haben wir alle als Zeitzeugen miterlebt, und ich denke schon, daß sich unsere Gesellschaft in dieser Periode geändert hat, wie auch immer.

@miaou: Warst du das ganz alleine oder hast du irgendwo abgeschrieben. Faszinierend.

@alex00: Ebenfalls Kompliment, wenn ich nicht ernst bleiben wollte, würde ich sagen: gefährliche weibliche Psyche und sehr intelligent. Antwort kenne ich schon, Angst des Mannes vor der Überlegenheit der starken Frau.

OM's Aussage wieder bestätigt.

@OM: Mich hat der Ausdruck der Lebensabschnittspartnerin sehr stark bewegt, das klang so endlich und überschaubar. Da im Moment freie Tage angesagt sind, studier ich in der Tageszeitung auch die Feuilletonseiten. Wie's der Teufel so will find ich eine Abhandlung zu genau deinem Thema.

-------------------------------------------------------------------------------------

Zitat:
Liebe und Sex driften auseinander
GESELLSCHAFT: Gestiegene Lebenserwartung Ursache für hohe Scheidungsrate

Liebe und Sexualität driften nach Ansicht von Wissenschaftlern immer weiter auseinander. "Der Wunsch, daß beides zusammenkommt, ist immer sehr stark, aber es gelingt immer seltener", sagt Prof. Volkmar Sigusch, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Sexualwissenschaft (DGfS).

Im Kern heißt die Regel: "Den anderen lieben und ihm treu sein."

In einer breit angelegten Untersuchung will Sigusch [OM, du bist mit dem bekannt, gib's zu], der auch Direktor des Frankfurter Instituts für Sexualwissenschaft ist, herauszufinden wie es manchen Paaren gelingt, jahrzentelang ein erfülltes Sexualleben zu haben.

[Seine These laß ich mal weg und komm zum Resultat, daß in OM's Kerbe schlägt]

Die steigenden Scheidungszahlen erklärt Sigusch unkonventionell mit der gestiegenen Lebenserwartung: "Die Ehe wurde zu einer Zeit erfunden, als die Menschen wenige Jahre miteinander lebten. Heute soll ein Paar viele Jahrzehnte miteinander auskommen. Das hält diese Institution nicht aus"

--------------------------------------------------------------------------

Ich hab was weggelassen und nur die interessanten Sätze rausgeschrieben. Ich hoffe damit nicht allzuviel zu verfälschen. Da OM selbst Feuilletons verfaßt, weiß er, wieviel hierbei schon rausgeschnitten wird.

Hoffe, daß es nicht zu langweilig ist
Durbie

 

 
chevreaux 
Registrierter Benutzer
Posts: 157
(10/17/00 6:15:54 am)

.....
Moin,

wegen RL komme ich zur Zeit kaum dazu, die neuen Postings zu lesen, drum kann ein Beitrag hier zum Thema im Moment nur ungenügend werden.
Man möge es mir nachsehen.

Ich pick auch nur einen Satz aus OM´s Beitrag:
"Wer zweimal mit der selben pennt, gehört schon zum Establishment."
Das war kein goldener Satz, Oskar, das war ein dämlicher Spruch - und heute sollten wir es besser wissen.

Ich habe Männer gesehen, die heute noch nach dieser Maxime leben.
Die haben dann manchmal das Vergnügen (?) sich von Frauen (die aussehen, als ob sie morgens 3 Std. zum Stylen benötigen) sagen zu lassen: "Eh, Du bist aber ein geiler Stecher!." Aber Substanzielles, dauerhaft Seelenpflegendes kann hierbei nicht entstehen. Im Gegenteil, flüchtige Bekanntschaften kosten Substanz. In dieser Konsequenz sind diese Männer arme Schweine, weil einsam, deprimiert und immer auf der Jagd um nicht in den Spiegel schauen zu müssen.

Der eigentliche Inhalt einer Beziehung ist für mich die ausgeprägte Bereitschaft, sich auf den anderen einzulassen, wobei es für mich völlig unerheblich ist, welchen Status die Beziehung hat.

Grummel, weitläufiges Thema, schaff ich nur anzureißen.

Jedenfalls: I´m a lover, not a fighter!

..sehen uns
 

 

Seite 1 2

Der Kampf des Mannes

um seine Emanzipation II

Seite 1 2

Verfasser Kommentar
Moppel 
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Posts: 32
(10/17/00 7:40:40 am)

Mhh, mhh, mhh.........
...Ihr fahrt ja ganz schön schweres Geschütz auf.
Zunächst mal muss ich mich für mein schlechtes Kurzzeitgedächtnis entschuldigen, mir ist es nämlich unmöglich, die ganzen Ansichten und Aussagen den richtigen Leuten zuzuordnen. Und dauernd hin und herzuscrollen ist mir zu mühsam.
Eure Überlegungen zu dem Thema finde ich schon sehr interessant, kann davon aber nur wenig auf meine Ehe anwenden.

Ich werde allerdings den Verdacht nicht los, dass es ein Leichtes ist, eine Beziehung kaputt zu philosophieren.

Einige Dinge über Moppel, Moppeline, unsere Beziehung und Ehe (nur standesamtlich) will ich Euch aber nicht verheimlichen, werde mich aber knapp halten (hoffe ich).

Ehe und Beziehung sind für mich zwei grundsätzlich verschiedene Sachen.
Ich begreife die Ehe nicht im kirchlich-moralischen Sinn, sondern nur als staatliche Institution mit ihren rechtlichen Vorteilen, wobei ich hier nicht nur an die finanziellen denke.

Wir sind natürlich erst seit knapp 6 Wochen verheiratet, bis jetzt hat sich aber, was meine (unsere) Gefühle angeht, überhaupt nichts geändert.

Wie ich schon geschrieben habe, ist in meinem Bekanntenkreis die Skepsis der Ehe gegenüber recht ausgeprägt, wobei das besonders auf die männliche Spezies zutrifft.
Verwunderlich ist das aber deswegen nicht, da ich, bevor ich Moppeline vor ca. 4 Jahren kennen gelernt habe, etwa 7 Jahre lang keine feste Beziehung hatte und daher in meinem Bekanntenkreis die Singles und wieder-Singeles in der Mehrheit sind.

Die geäußerten Befürchtungen konnte ich mir allerdings in keinster Weise zu Eigen machen, da ich wußte, daß sich durch unsere Eheschließung nichts ändern würde (ehrlich, ich wußte es wirklich).

So, damit komme ich zum entscheidenden Teil zwischen Moppeline und mir. Als nicht mehr ganz taufrischer Moppel (Bj.59), habe ich natürlich einige Beziehungen hinter mir, kürzere und längere, mit viel Liebe und mit weniger.
Die 7 Jahre beziehungsloser Zeit kamen nicht von ungefähr, ich hatte mich bewußt entschieden, Single zu bleiben.

Tja, bis ich dann Moppeline kennengelernt habe und damit meine (vorsicht, ich fürchte jetzt wird es für einige unter Euch kitschig) große und wahrhaftige Liebe. Mir war sofort klar, daß all das, was ich vorher für Liebe gehalten hatte, keinen Vergleich standhalten konnte.

Warum sie meine große Liebe ist?....ich kann es nicht erklären.
Wir sind uns nicht außergewöhnlich ähnlich (oder auch unähnlich), haben gemeinsame Interessen, aber auch unterschiedliche. In den 4 Jahren gab's auch mal Langeweile und wir fallen auch bestimmt nicht (mehr) jede Nacht übereinander her.
Sicherlich hat Moppeline auch ihre Schwächen, aber die erscheinen mir einfach unwichtig. Im Gegenteil, ich liebe sie genauso, wie ihre Stärken.
Auch wenn wir nicht zusammen sind, habe ich immer das wirklich reale Gefühl, sie sei bei mir.

Naja, hätte noch vor ein paar Jahren jemand mir so etwas zu beschreiben versucht, ich hätte zu ihm gesagt "träum weiter". Jetzt kann ich nur sagen, mein Traum ist vor 4 Jahren wahr geworden.

Mhh, wie lautete das Thema nochmal? Ehe mit/ohne Trauschein; Sex vor/in/ohne Ehe? Knechtschaft, Sexverweigerung, große/kleine Hoden?
Gott, das ist mir sowas von egal.

Ich WEISS, ich werde mit meiner Moppeline alt, nicht mehr und nicht weniger.

Grüsse

 

miaou
Registrierter Benutzer
Posts: 135
(10/17/00 8:58:45 am)

Re: Mhh, mhh, mhh.........
salut zusammen,

@ moppel, same to me!

gleiches baujahr, nach erster gescheiterter ehe fest überzeugt, dass das nichts mehr für mich ist ( siehe "träum weiter"), und dann das gleich erlebt mit diesem unglaublichen aha-effekt.
ich weiss ebenfalls, mit meinem partner will ich mein leben verbringen. wir werden zusammen 120 jahre alt und kaufen uns dann einen porsche......
das mit den schwächen und stärken ist schon sehr richtig und wichtig, es gehört zum bereich: sich auf den partner einlassen. für mich ist da nix kitschig, weil: ich kenn es.

bin auch unkirchlich, halte auch nix von ihrer vorsintflutlichen ehe-auffassung ( laut papst dürfte ich in meiner zweiten ehe nur in "gegenseitiger wertsschätzung" leben)

womit ich zu durbie komme.

klar selbst geschrieben. manchmal mach ich mir kein abendbrot, dann mach ich mir gedanken. ( wolfgang neuss)

wenn ich was abschreibe, geb ich auch die quelle an.

die thesen des profs sind doch etwas fadenscheinig. würd ich sagen. ein versuch , ein komplexes thema monokausal zu erklären.
natürlich ist die lebenserwartung gestiegen.
aber z.b. auch das heiratsalter. man heiratet heut nicht mehr mit 12 - 15 jahren.
die steigenden scheidungszahlen sind nicht unbedingt darauf zurückzuführen, sondern auf die gesellschaftliche akzeptanz der scheidung. noch in den 50er jahren war eine scheidung ein stigma. damit stand vor allem frau ausserhalb der gesellschaft. ganz zu schweigen von ausserehelichen kindern. eine geschiedene frau galt als freiwild, die keinen "anständigen mann" mehr abbekommen würde.
zum glück hat sich das geändert.
ein weiterer grund ist die heute fehlende wirtschaftliche notwendigkeit eines zusammenbleibens ( wo war das noch mit " gott erhalte mir meine gesundheit und die arbeitskraft meiner frau"? heute belächelt, in früheren zeiten vor allem in bäuerlichen schichten ein absolutes wirtschaftliches muss).

ein grund für scheidungszahlen wäre z.b. für mich die unrealistischen erwartungen, die an den partner gestellt werden. erfüllt der sie nicht, dann suchen wir einen anderen. ohne eventuell zu hinterfragen. - vielleicht eine form von konsumdenken.

wobei mir noch einfällt ( nix mit klöten), dass es vogelarten gibt, die einem einmal gewähltem partner immer treu bleiben. die sich auch nach dem tod des partners keinen neuen suchen, sondern eben von da an zölibatär leben.
ein interessantes phänomen, für die erhaltung der art doch eher unbrauchbar?

und noch eins: der erwähnte satz: "wer zweimal mit der gleichen pennt......." ist für mich ein dogma.
genauso wie das umgekehrte extrem.
bei dogmen hab ich immer grosse schwierigkeiten.

ich möchte nochmal betonen, dass trennung oder scheidung für mich nur formal etwas mit dem trauschein zu tun haben. durch eine ehe wird keine schlechte beziehung zu einer guten. genausowenig wie umgekehrt. und genausowenig ist eine beziehung ohne trauschein besser oder schlechter nur durch das fehlen desselben.

wie ich schon sagte: jeder nach seinem geschmack

ciao

miaou

 

OskarMaria 
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(10/17/00 9:42:32 am)
Alles gelogen
Hi Alex, Durbridge, Miaou, Moppel & Che,

so geht das nicht, überhaupt nicht. Ich habe mit einer Satire begonnen, jetzt stecken wir mitten in einer ernsthaften Diskussion. Damit ist alles was ich hier geschrieben habe Makulatur, für eine seriöse Debatte nimmer geeignet.

Da ich jetzt weder Zeit noch Laune dafür habe, werde ich mal heute Nacht Stellung nehmen. Aber lasst Euch nicht abhalten weiter zu debattieren. Es macht nur keinen Sinn, sich ernsthaft mit meinem Ehegeschreibsel auseinanderzusetzen.

Gruß OM

 

miaou
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Posts: 137
(10/17/00 10:06:43 am)

Re: Alles gelogen
salut,

womit man sieht, wohin satire führt ( führen kann),

womit klar ist, warum die mächtigen satire fürchten.....

@ om, war mir schon klar, dass du satirisch schriebst, aber schwupp - waren wir mitten im prallen leben!

ciao

miaou

 

sjfm 
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Posts: 155
(10/17/00 10:09:17 am)

Re: Alles gelogen
hi!
jaja om, so schnell gehts!
aus spass wurde ernst, ernst is jetzt 3 jahre alt... --> ;)
ich bin zwar etwas jünger, hab aber trotzdem schon so ziemlich alle höhen und tiefen miterlebt. noch einmal ein papier von vater staat andrehn lassen? ne, nicht mit mir!
wozu? vorteile? ich seh keine.
ich leb jetzt auch wieder in einer beziehung, die schon fast so lange hält, wie meine damalige ehe.
traumfrau? nicht unbedingt. aber wir haben, wie schon gesagt wurde, gleiche und verschiedene interessen. das is das salz in der suppe. wir brauchen keinen der klammert!
ich muss bei einem partner auch akzeptieren können, wenn er mal allein sein will. ich will es ja auch manchmal.
oki, wir habens durch unseren job auch nicht leicht. unregelmässiger dienst, verschiedene abteilungen, aber wir haben kein prob damit. wir gehn nicht in unsere dispos und jammern: wir wollen zusammenarbeiten. wir sitzen auch in der kantine oft an verschiedenen tischen und quatschen halt mit anderen kollegen.
wollt ja gar nicht so viel tippen... :( aber bei dem thema. --> ;)
wie gesagt, ich brauch keine segnung um glücklich zu sein!


greez
sjfm
ich boote, drum bin ich...

alex00
Registrierter Benutzer
Posts: 10
(10/30/00 11:52:50 pm)
Satyr
Alle Mühe hatte ich mir gegeben, als Satiere geadeltes in Ironie zu verkaisern. Polemischen Auswürfen, die sich als Satiere brähmen und unter dem Deckmäntelchen deutschen Humors daherscharwenzeln und obendrein wie vorneweg junger Mägdelein romantisches Sinnen abredig keuschester Drangsal zuchtlos infamer Unterstellung anheim zu stellen trachtet sowie ich jetzt den Faden verlor, der Jenen zum Strick gereichen sollte.
Humor ist Schreckauslösen und Lachen die Befreiung. Ironie ist, wenn man sich beim Ausholen mit der eigenen Hacke veletzt und beim Ausschwingen Andere.

In anderen Worten:
danke, Oskar, Maria und all denen, die mitgeholfen haben

P.S.: OM: nichts ist schlimmer als die mißlungene Provokation, klar, insofern ist satirische Heiterkeit auch nur ein ein Büschlein für dein Gemächt (odr heißt´s Gemecht?).

launt Alexa

miaou
Registrierter Benutzer
Posts: 161
(10/31/00 9:35:40 am)

Re: Satyr
salut,

hab ich das jetzt verstanden???

stirnrunzelnd

miaou

 

Seite 1 2

Eine ziemlich verrückte Urlaubsgeschichte


Seite 1 2 3

Verfasser Kommentar
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/18/00 12:53:50 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis
Seit Beginn der Ferien war Harey mit den Kindern im Schwäbischen. Unser Ältester musste seinen Aufenthalt dort für eine Woche unterbrechen, denn er war für eine Jugendfreizeit am Chiemsee angemeldet. Zurück kam er nach Frankfurt und ich hatte die ehrenvolle Aufgabe, ihn am nächsten Tag wieder runter an den Bodensee zu karren.

Die Sache hatte allerdings einen Haken. Dazu muss man Einblick in die schwäbische Seele nehmen. Ein richtiger Schwabe ist sparsam, fleißig und redlich. Wer sich nicht an diese Eigenschaften hält, wird gnadenlos von der Gemeinschaft ignoriert. Unser Ferienhaus, in dem Harey logierte, haben wir vor Jahrzehnten von unseren Eltern geerbt. Über das Jahr wird das Haus von meinem Patenonkel verwaltet, der selbst in der Nähe wohnt. Komme ich jetzt da runter, dann gibt es immer was zu tun. Die Hecken und Büsche müssen zurückgeschnitten, die Fensterläden sollen neu gestrichen, das wuchernde Efeu muss gerupft und einige Eisengeländer sollten schon seit Jahren entrostet und gestrichen werden. Macht mir alles keinen Spaß.

Ja, Handwerker gibt es auch. Aber ein richtiger Schwabe macht solche Dinge immer selbst. Und da man im Urlaub ja sonst nichts zu tun hat, ist es eines Schwaben größte Freude, sein Häusle in dieser Zeit richtig auf Vordermann zu bringen.

Dieses Jahr war im Ferienhaus der lange Plattenweg zur Straße an der Reihe. Über die Jahrzehnte hatte die Wurzeln der Bäume und der Regen die schweren Kalksteinplatten ins Rutschen gebracht. Geht man den Weg im Dunkeln, stolpert man von einer Platte zur anderen. Rechtzeitig zu meiner Ankunft hatte der Onkel bereits eine Lastwagenladung Sand geordert und der wartete jetzt vor dem Haus auf mich. "Kerle, fer dich Sesselfurzer isch des doch genau des Richtige. Do bischt am Abend miad ond woischt, was de doa hoscht." Auf deutsch, ich sollte die schweren Steinplatten eben in ein neues Sandbett verlegen.

Würde ich mich weigern und auch nur daran denken, dazu einen Handwerker zu beauftragen, dann würde mir mein Patenonkel die Fürsorge entziehen und das Haus wäre über das Jahr unbeaufsichtigt.

Fortsetzung folgt
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/18/00 12:55:14 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis II
Also Frondienst erwartete mich im Urlaub. Bin ich doch zu solcher Arbeit überhaupt nicht geschaffen. Morgens fuhren wir in Hessen los, machten einen kleinen Umweg über die Hohenzollernburg, weil die mein Ältester die unbedingt besuchen wollte und weil mir jeder fadenscheinige Grund recht war, möglichst spät zum Rest der Familie zu kommen.

Habe ich schon das Wetter erwähnt? Es regnete, dazwischen war mal wieder Sonne und schon ging wieder ein Platzregen runter. Auf dem Weg von der Hohenzollernburg Richtung Sigmaringen geht es ein gutes Stück über die Schwäbische Alb. Inzwischen war es später Nachmittag geworden und ich wollte meinem Filius noch etwas von der rauen Alb zeigen. Wir verließen die Hauptstraße und fuhren gemächlich auf einsamen Nebenstraßen Richtung Sigmaringen. Plötzlich stockte unsere Fahrt. Eine Schlammlawine hatte die Straße blockiert. Ein kräftiger Tritt auf die Bremse brachte den Wagen zu stehen, aber zu spät: Wir standen mit allen vier Rädern tief im Lehm. Alle Versuche das Auto wieder flott zu bekommen, scheiterten kläglich. Die Reifen wühlten sich tiefer und tiefer in den Schmodder.

Wir mussten Hilfe holen, allein kamen wir nicht mehr aus unserer misslichen Lage heraus. Lehmverschmiert kletterten wir auf eine kleine Anhöhe und konnten in der Ferne einen kleinen Bauernhof ausmachen. Dort wollten wir Hilfe finden.

Doch als wir schließlich das kleine Anwesen erreichten, war niemand auf dem Bauernhof zu finden. Das Wohnhaus, die Ställe und die Scheuern waren wohl bewirtschaftet, die Bewohner arbeiteten wahrscheinlich gerade auf den Feldern. Aber bald würde der Abend hereinbrechen und so warteten wir, bis der Bauer zurückkommen würde.

Moritz, mein Ältester, streifte etwas auf dem verlassenen Anwesen herum. Da sah er auf einer Wiese hinter dem Bauernhaus eine junge Frau im Gras liegen und sich sonnen. Er rief mich und wir wollten die Frau um Hilfe bitten.

Forsetzung folgt
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/18/00 1:03:56 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis III
Als wir uns näherten, sahen wir eine junge, hübsche Frau völlig nackt auf einer Decke im Gras liegen.



"Ja was wellt ihr blos doa", fragte die Schwäbin und richtete sich auf:
" I hann jetzt met gar niemand grechnet!"
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/18/00 1:22:41 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis IV



Es war die Bäuerin, fester Hintern, kleiner Busen und ganz im Trend der Zeit: Ein großes Tatoo am rechten Bein, ein gepiercter Bauchnabel und am ganzen Körper Sommersprossen. Vorsichtig schaute ich mich um. Hoffentlich war nicht der Bauer in der Nähe, wenn wir seine Angetraute hier in völliger Nacktheit auf der Wiese bewundern konnten.

 

Moppel 
Registrierter Benutzer
(8/18/00 1:23:27 am)

Re: Mein schönstes Urlaubserlebnis III
Ähh, mhh,
was sagtest Du noch, wo liegt der Bauernhof genau?

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/18/00 1:26:41 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis V



"Braucht koi Angscht hann, s’isch niamad anders dao als I", knurrte die Bäuerin und blinzelte in die Abendsonne. Sie hatte sich schnell ein paar abgeschnittene Jeans und ein grobes Hemd angezogen, die ihre Blöße aber nur unzureichend bedeckten.

Fortsetzung morgen
NetVagabond 
Registrierter Benutzer
(8/18/00 1:32:33 am)

Re: Mein schönstes Urlaubserlebnis V
Oh, OskarMaria bitte gib mir die Adresse :)
Jetzt muss ich bestimmt von der Bäuerin mit ihrem festen Hintern und ihrem geilen Pircing träumen. Und die noch dazu so fotogen ist ;)

Greetz

NV

PS: Hi Moppel, auch noch wach?

 

Uschi Berlin
Registrierter Benutzer
(8/18/00 1:36:23 am)

 
Re: Mein schönstes Urlaubserlebnis V
Hi, da muß ich aber zugeben, dass ich auch noch wach bin,
ich wollt' ja erst was anderes schreiben ... aber lassen wir das ;)
OM, schicke Bildchen hast du da und in eine schicke Gschicht' gehüllt.

Und Moppel komm doch mal in #uschi vorbei, da sind um die Zeit sogar noch Leute ;)

cya Uschi

 

 

ahz77 
Registrierter Benutzer
(8/18/00 1:38:36 am)
Re: Mein schönstes Urlaubserlebnis V
...bin ganz gespannt auf die fortsetzung...

cu

ahz77

 

Moppel 
Registrierter Benutzer
(8/18/00 2:03:59 am)

Re: #uschi
Hi Uschi,
ob Du's glaubst oder nicht, ich habe (oder bin?) noch nie in meinem Leben gechattet. Hab' die Befürchtung, daß ich gar nicht mehr nach draußen komme, wenn ich damit auch noch anfange. Außerdem habe ich null Ahnung davon.

Mhh, jetzt wollte ich gerade mal Deinem Link folgen, aber
"Next Hop Connection Failed" ???

Grüsse

P.S.
@ NetVagabond
Nicht mehr lange, werd' noch schnell ein paar Mp3-Alben in GetRight reinwerfen.
Uschi Berlin
Registrierter Benutzer
(8/18/00 2:17:39 am)

 
Re: #uschi
Tja Moppel,

was soll ich sagen, shit Strato Server, aber das wird schon.

Wenn du es ganz nötig hast, dann folge dem Link: Da hab ich mal schnell nen Chat eingerichtet:
www.geocities.com/vaughanbgqd/chat3.html

Noch sind NV und ich da..

cya Uschi

 

FtkH 
Registrierter Benutzer
(8/18/00 7:12:55 am)

Re: #uschi
und da heisst es immer "auf der alm da gibts keine sünde"
(klingt in hochdeutsch noch dümmer)

Cu FtkH

gasman1 
Registrierter Benutzer
(8/18/00 11:24:09 am)
Re: #uschi
Na klasse, OskarMaria!

Gerade als ich durch Deine Geschichte scrolle kommt meine Kollegin (.....sieht aus wie die Bäuerin, nur in blond - aber seit drei Wochen verheiratet :( ) auf leisen Pfoten rein und schaut mir über die Schulter.....


.....brauche ich mir über die Bürogespräche hier in den nächsten Tagen wohl keine Gedanken mehr machen.......


tja, shit happens!

 __ _ __ _ ____ __  __ _ _ _
/ _` / _` (_-< '  \/ _` | ' \
\__, \__,_/__/_|_|_\__,_|_||_|
|___/          Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Jimi
Registrierter Benutzer
(8/18/00 12:40:48 pm)

Re: #uschi
:lol

Gasman, ich schmeiß mich gerade vor lachen in die Ecke.

Extrem Dumm gelaufen, hehe... hätte gerne ihr und vor allem Dein Gesicht gesehen. ;)

Take care,
Jimi

 

 

cluster 
Administrator
(8/18/00 3:22:15 pm)

Oh Oh !
:lol

das wird Gasman nicht mehr los !

Innerhalb von 2 Wochen wird sich Gasman via Bürotratsch zum sexsüchtigen Monster
entwickeln.
Wahrscheinlich werden sich 3 bis 5 Bürotanten errinern das Er mit ihnen auch schon mal was hatte und mindesten 2 werden behaupten das Gasman sie immer "....."(kneift)
Gasman stell Dich schon mal auf ne Abmahnung ein weil der Abteilungsleiter
jetzt nicht mehr die Nr1 ist und Dich loswerden will.

und alles wegen einer netten Geschichte die ganz harmlos (gähn) anfing.

jo,so isses Leben

 

 

 

Moppel 
Registrierter Benutzer
(8/18/00 6:57:15 pm)

Re: Oh Oh !
Hi OM,
was schriebst Du bei Cosmo?
"...daß ich den weiblichen Teil der Leserschaft nicht vergrätze."

Brauchst ja nur Harey zu motivieren, den nächsten "Roman" zu schreiben.
Ich könnte ja dann, oder?....ne lieber doch nicht. Von mir gibt's kein Pic.

Grüsse
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/19/00 12:09:19 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis VI
"Aber saget amoal, was wellet ihr eigentlich?" kam die Bäuerin zur Sache. Ich erklärte ihr unser Missgeschick und äußerte die Bitte, ob ihr Mann vielleicht unsere Karre aus dem Dreck ziehen könnte. "Männer hemmer hier net, Ihr müaßt halt warda. I muaß erscht s’Vieh fiadra, noa zieh I Euch raus!"



Dia Bäuerin hatte sich ob der langen Rede eine Haarnadel aus ihrer Hosentasche gezogen und begann routiniert ihre langen Harre nach oben zu stecken. Dabei verrutschte ihr Hemd und gab einen Blick auf ihre blanke Brust frei. Moritz empfand diese freizügigen Aussichten als ziemlich unangenehm und er versuchte gelangweilt in die Gegend zu blicken.

 

 
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/19/00 12:14:11 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis VII
Mit einem Wink dirigierte uns die Frau, mit ihr zum Kuhstall zu kommen. Moritz versuchte ein aufkommendes Kichern zu unterdrücken, was ihm nicht gelang. "Lass das", zischte ich ihm zu. Immerhin wollte die Bäuerin uns ja helfen. Da sah ich aus den Augenwinkeln, dass die Gute vor dem Kuhstall wieder die Hose runterließ. Moritz lachte laut los.



"Ob du mir des glaubscht oder net, des mache mir emmer so. Des gibt mehr Milch", erwiderte unsere Maid so selbstverständlich, als ob auf allen Bauernhöfen zwischen Flensburg und Konstanz nackte Bäuerinnen das Vieh füttern
miaou
Registrierter Benutzer
(8/19/00 12:14:45 am)
arm tierchen
jasses, oskarmaria, ist die aber mager! muss mal ordentlich gefüttert werden, damit was draus wird! jaajaa, das bauernleben ist hart. oder ist das so eine karge gegend?
gruss
miaou

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/19/00 12:21:21 am)
Die Bäuerin füttert das Vieh!







Seite 1 2 3



Eine ziemlich verrückte

Urlaubsgeschichte II

Seite 1 2 3

Verfasser Kommentar
Moppel 
Registrierter Benutzer
(8/19/00 2:28:28 am)

Re: pubärter
Pubärter, was is'n das?
Du siehst ja, so alt bin ich wohl noch nicht.

 

bitshunter
Registrierter Benutzer
(8/19/00 11:21:52 am)

Re: pubärter
hi OM
...die anderen Bilder, die Du dann geschossen hast als
Moritz mit Ihr in der Scheune war, hast Du wohl verwackelt
....vor lauter Aufregung?
..oder kommen die noch ?? ;-)

 

written with(¯`·_¸¸_·´¯)makes agents blind..!

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/19/00 9:51:05 pm)
dpa. Eilmeldung vom 19. August 00, 22:30 h
Motorrad-Bande bei Sigmaringen vorläufig festgenommen

om- Dem beherzten Eingreifen mehrerer Streifenwagenbesatzungen ist es am frühen Samstagabend gelungen, eine außer Kontrolle geratene Motorradgang festzunehmen. Die etwa zehnköpfige Gruppe war mit schweren Maschinen in verschiedene Aussiedlerhöfe rund um Sigmaringen eingedrungen. Mit heulenden Motoren hatten sie die Gebäude der Höfe umkreist, waren durch die angrenzenden Wiesen gebraust und hatten selbst vor den Stallungen keinen Halt gemacht.

Die aufgebrachten Bewohner der Gehöfte hat die Bande mit obszönen Äußerungen belästigt, deren Inhalt genau so rätselhaft, wie das plötzliche Auftauchen der Bande ist.

Nach Polizeiangaben handelt es sich bei der Rockergruppe um die Liberty-Rentner-Gang aus Ömmeskirchen.

Kurze Zeit später wurde auch noch ein weiterer Rentner in einem getunten elektrischen Rollstuhl festgenommen, der ebenfalls an den Belästigungen beteiligt war. Er sei auf der Suche nach "den gerupften Hennen", gab er einem Polizisten zu Protokoll.

Unter der Rockergruppe befand sich auch ein kleiner, goldiger Junge mit einem silbernen Tretroller. Er hört auf den Namen "Moppel" und sucht dringend seine Eltern.
Der Jimi
Registrierter Benutzer
(8/19/00 10:08:45 pm)



 

Re: dpa. Eilmeldung vom 19. August 00, 22:30 h
:lol

Aaaaaah, ich kann nich' mehr!

**plötzlicherHerzinfarktaufgrundLachanfall**

:lol

Take care,
Jimi

 

 

FitzOblong 
Registrierter Benutzer
(8/19/00 10:09:37 pm)

Re: dpa. Eilmeldung vom 19. August 00, 22:30 h
Ha, ha, mich haben sie nicht erwischt, Tarnung ist alles!!!

Fitz

 

oemmeskirchen 
Registrierter Benutzer
(8/19/00 10:40:43 pm)

Re: dpa. Eilmeldung vom 19. August 00, 22:30 h
herrlich.....

das hab ich bei dem raid übrigens im kuhstall gefunden..

nix geht über bärenmarke



*lol* oemmes

 

Ich bin nicht zu dick - Ihr seid alle unterernährt!!

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/20/00 1:51:02 am)
Kleiner ernsthafter Einschub
Hi Leute,

ich habe etwas Skrupel mit dem folgenden Bild. Es ist etwas sehr freizügig. Ich habe lange hin & her überlegt, ob ich das hier zeigen kann.

Die Sache ist mir ganz ernst: wer meint, daß ich da zu weit gegangen bin, kann den Mods oder mir ein eMail schicken. Wir werden das Bild dann entfernen.

OM

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/20/00 1:55:03 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis VIII
Ich erwischte mich dabei, wie ich fasziniert auf den Busen der Bäuerin starrte. Während sie gleichmäßig das Heu im Futtertrog verteilte, pendelten ihre beiden Brüste stetig hin und her, wie zwei große Birnen im Abendwind. Moritz konnte die Situation nicht mehr ertragen und trollte sich in Richtung eines weiteren Stallgebäudes, aus dem wir ein deutliches Scharren und Wiehern gehört hatten.

Die Bäuerin sah mich tadelnd an. Sie hatte jetzt auch bemerkt, dass ich andauernd nur ihre baumelnden Birnen betrachtet hatte. Aus dem anderen Stall hörte ich einen erschrockenen Aufschrei von Moritz, ich lächelte verlegen der Bäuerin zu, zuckte entschuldigend mit den Achseln und lief schnell in Richtung des Pferdestalls, in dem Moritz verschwunden war.

Kurz hinter der Stalltür stieß ich heftig mit Moritz zusammen. Mein Sohn blickte starr, ganz verlegen in Richtung eines Pferdegatters, auf dem über das ganze Gesicht grinsend, eine weitere weibliche Nymphe saß - splitterfasernackt. Nein, nicht ganz bloß, sie hatte grobes Schuhwerk und weiße Söckchen an, das war aber alles. Sie blickte selbstbewusst auf uns beide herab und machte sich offensichtlich über unser Erschrecken und unsere Scham lustig. Ich glaube, da bin ich auch zum ersten Mal rot im Gesicht geworden.


Der Jimi
Registrierter Benutzer
(8/20/00 1:56:37 am)

Re: Kleiner ernsthafter Einschub
Ich seh' nix..... :eek

Take care,
Jimi

Edit: oh, da!

Nöö, ich find's ok, ist imho noch im Rahmen...

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/20/00 1:59:05 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis IX

"Wellet ihr boide mir helfe, den Gaul z’fittra", fragte sie mit piepsiger Stimme. Ich winkte reichlich genervt ab, zu meiner Überraschung taute Moritz schnell auf, ließ sich einen Plastikeimer mit Hafer in die Hand drücken und kletterte mit der Maid über das Gatter.

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/20/00 2:06:22 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis X


Während des Pferd sich den Hafer einverleibte, liebkoste und streichelte die junge Frau das Pferd. Eng umschlungen, wie frisch verliebt, führte Sie schließlich das Tier aus dem Stall, gab dem Ross noch ein paar Haferflocken aus der hohlen Hand und quietschte lakonisch: "Des isch’s Jaköble, mei Pferd."




Ich war inzwischen bei dem Schauspiel völlig abgemeldet. Moritz dagegen wirkte auf einmal ganz entspannt, zeigte Interesse und Bewunderung für das Pferd und seine Besitzerin und trollte sich mit den beiden zu einer nahe gelegenen Weide.

Fortsetzung morgen
Moppel 
Registrierter Benutzer
(8/20/00 8:40:10 am)

Re: Mein schönstes Urlaubserlebnis X
Aua, aua,
meine Eltern und ich sind grad wieder zu hause angekommen.
Hat 'ne gehörige Tracht Prügel gesetzt, aua, aua.
Außerdem hat es sich gar nicht gelohnt.
Alter geht ja vor Schönheit, darum wär ich natürlich der Letzte gewesen.
Und FtkH, als Erster, wußte nicht genau, was er machen sollte.
Ich hab's nicht ganz kapiert, bin noch zu jung, aber seine Nase war wohl zu dick und das Andere funktioniert bei ihm wohl nicht mehr.
Ich habe ihn noch gefragt, aber in der Eile hatte er sein Gebiß vergessen und sein Genuschel konnte ich dann nicht verstehen.

Die meisten Anderen sind nervös geworden, als die Bäuerin in Bezug auf die Rinder was von BSA, oder war's BSE?, erzählte und die Polizei anrückte.
Die haben dann in Panik die Festplatten ihrer Notebooks formatiert und diverse CDs verbrannt.

Ich wollte gasman noch fragen, ob die Andere seine blonde Arbeitskollegin ist, aber er hat sich sofort, als er sie sah, 'ne Tüte über den Kopf gestülpt und ist verschwunden.

Grüsse
FtkH 
Registrierter Benutzer
(8/20/00 10:20:25 am)

Re: Mein schönstes Urlaubserlebnis X
Jup - ich war der erste - nicht weil ich ein alter Knacker bin - sondern weil ein getunter AOK-Chopper mit Schwester Maria-Antrieb noch jedes ausländisches Motoradmodel um längen schlägt ( und da Schwester Maria katholisch ist, funktioniert das Teil sogar auf dem Wasser ).Mein Problem war jedoch ein völlig anderes: Nachdem mich die Polizei als harmlos und unbeteiligt eingestuft hatte, wurde ich wieder freigelassen und habe mich auf den Weg zurück zum Gehöft gemacht.....
Dort angekommen fuhr ich einen Mann, der einer halbnackten Bäuerin beim Birnen pflücken helfen wollte, über die Zehen
( Schwester Maria gab ihm gleich die Letzte Ölung ), sah einen Minderjährigen schräg auf einen durchgehenden Gaul hängend durch die Prärie davon jagen und kam dann endlich bei einer blonden gerupften Henne an ( hähä ).
Ich meinen Chopper schnell in Position gestellt, Hosenlatz von Schwester Maria öffnen lassen und dann......
dann habe ich vergessen, wozu ich mir die Mühe überhaupt gemacht habe.............
.......ich weiß, zu irgendwas dient das Teil da unten.....
aber wozu ????

Falls hier also ein Jüngerer auf dem Board ist, der sich noch erinnert.....sachdienliche Hinweise bitte an: FtkH,
aber bitte nicht von Moppel, der ist zu jung und weiss so oder so nicht, wofür das Teil dient.


Cu FtkH
cluster 
Administrator
(8/20/00 10:30:38 am)

Re: Mein schönstes Urlaubserlebnis X
Ich ! Ich ! Ich!

.....weiß wofür das Ding da ist !!!!!

Damit man sich nicht immer zum Pipimachen hinsetzen muß !

Logisch das Du das vergessen hast. Du kannst ja nich mehr stehn.


:lol
Der Jimi
Registrierter Benutzer
(8/20/00 11:27:24 am)

Re: Mein schönstes Urlaubserlebnis X
Och möönsch,

FtkH, ich spendier mal 'ne Runde und dann einfach ein bisserl probieren, des klappt scho!

Take care,
Jimi
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/21/00 2:10:12 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis XI
"Ja was isch jetzt, solle mir jetzt dei Auto rauszieha". Erschrocken erwachte ich aus meinen Gedanken und blickte auf die junge Bäuerin. Sie hatte sich inzwischen sittsamer mit T-Shirt und Latzhose gekleidet, sah aber noch immer nicht nach Landleben und Kuhstall aus.

Wir kletterten auf einen alten massigen Trecker, den die Frau über morastige Feldwege jagte. Die Fahrt endete aber schnell an einer Polizeiabsperrung. Die starken Regenfälle hatten die Schmeie über die Ufer treten lassen, die Straße war überflutet und es bestand keine Möglichkeit unseren Wagen zu bergen. "No kommet halt morga frieh wieda", befahl der Polizist mit breitem Grinsen, so als ob er mit den Verhältnissen auf dem Hof bestens vertraut wäre.

Inzwischen war es stockdunkel geworden, der Himmel hatte wieder seine Schleusen geöffnet und ein starker Regenguss prasselte auf uns nieder. "So kanne eich net ganga lassa. Schlafa dennd’er bei ons", bestimmte die Bäuerin und nahm mir damit alle Überlegungen um ein Nachtquartier ab.

In der Wohnküche des Bauernhauses trafen wir auch die Pferdeliebhaberin und Moritz wieder. Die beiden hatten Tee gekocht, dazu gab es eine karge Abendmahlzeit mit Gemüsepastete aus dem Reformhaus und trockenem Brot. Ich hängte Hose und Hemd zum Trocknen an einer Stange über dem Holzherd auf. Und obwohl wir alle nur mit Unterwäsche bekleidet um den Tisch herum saßen, war die Stimmung etwa so prickelnd wie in der Bahnhofswartehalle von Sigmaringen.

./.
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/21/00 2:13:21 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis XII

Natürlich wollten wir jetzt genau wissen, auf was für einem merkwürdigen Bauernhof wir gelandet waren. Drei Frauen hatten das Anwesen vor einigen Jahren für wenig Geld gekauft. Sie lebten zumeist bescheiden von einigen Ersparnissen, beschäftigten sich nur wenig mit Landwirtschaft, dafür um so mehr mit einer Mischung aus fernöstlicher Religion, Anarchie und einem Naturkult. Die dritte Bewohnerin befand sich im Augenblick bei einem Yogi im indischen Poona auf einer Weiterbildung.

"Wir wellet leba, wie domals die Leit vom Monte Veritas", erzählte die Treckerfahrerin. Moritz wollte genaueres wissen, ich schnitt ihm das Wort ab und beschied, dass ich ihm morgen bei der Weiterfahrt alles über die Aussteiger in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erklären wolle. Die beiden Frauen berichteten von all den vielen Widerständen, gegen die sie am Anfang zu kämpfen hatten. Jetzt hätten die Leute in der Umgebung sich an sie gewöhnt, etwa so wie auch jeder Dorfdepp irgendwann mal seinen Platz in der Gemeinde findet.

Ihr größtes Problem wäre die deutsche Bundeswehr. Ein großer Truppenübungsplatz reichte direkt an die Äcker des Bauernhofs heran. Und so hatten wohl schon einige Generationen von Wehrpflichtigen Gefallen daran, die militärischen Disziplinen Beobachtung, Aufklärung und Spionage hinter den feindlichen Linien damit zu üben, die nackten Tatsachen der drei Hofbewohnerinnen auszuspähen. "Wonah du au gahsch, henter jedem Busch, henter jedem Baum, koh an Soldat mit em Fernglas sitza", meinte die Blonde.

"Mir gange jetzt ins Bett", bestimmte die Sommersprossige unvermittelt. "Der Bub pennt em Wohnzimmer. Du schläfscht bei mir em Bett." Ich war kurze Zeit sprachlos, überlegte ob das ein unsittliches Angebot oder nur eine organisatorische Maßnahme unserer Gastgeberin darstellte. "Was isch jetzt", drängte die junge Frau, als ich unentschlossen in der Küchentür verharrte. Ich fragte stattdessen nach einer Decke und erklärte, bei meinem Sohn im Wohnzimmer übernachten zu wollen. "Wenn Du moinsch", gleichgültiger hätte sie das nicht sagen können.

./,
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/21/00 2:17:35 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis XIII

Die Nacht dauerte ewig. Moritz schlief bequem auf einem alten Sofa. Ich lag in eine Decke gehüllt auf dem Fußboden. Das harte Nachtlager und Heerscharen von Stubenfliegen ließen keinen Schlaf aufkommen. Mich beschäftigte die Frage, hätte ich, auf jeden Fall oder besser nicht, und wenn ja, was wäre dann gewesen?

Die Feigheit siegte schließlich über die Neugier, am Ende gewann der Schlaf.

Ich wurde am frühen Morgen durch leichte Fußtritte geweckt. Über mir stand die Brünette und wollte, dass ich aufstehe. Es ging direkt runter in den Hof zu dem Trecker.

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/21/00 2:22:19 am)
Mein schönstes Urlaubserlebnis XIV

Der Wasserpegel des Bächleins war in der Nacht gefallen, Arbeiter waren gerade dabei die Straße zu räumen und der schwere Traktor befreite ohne Mühe unser Auto aus der Schlammlawine.



Wenige Zeit später waren wir zurück auf dem Hof, wo die Blonde und Moritz bereits auf uns warteten. Wir luden unsere Siebensachen in den Wagen, verabschiedeten uns von den beiden Frauen. Ich sammelte meinen ganzen Mut zusammen, nahm Sommersprosse zur Seite und flüsterte ihr zu, dass es ein Fehler gewesen wäre, nicht ihr Bett genutzt zu haben. Sie reagierte überhaupt nicht auf meine anzügliche Bemerkung.

Wir stiegen ins Auto, sie kletterte auf den Traktor. Beim Davonfahren musste ich erkennen, dass ich wieder mal einen Fehler gemacht hatte.

./.
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/21/00 2:29:13 am)
Sommersprossens Abschiedsgruß





 

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Eine ziemlich verrückte

Urlaubsgeschichte III

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Verfasser Kommentar
FtkH 
Registrierter Benutzer
(8/21/00 8:00:36 am)

Re: Sommersprossens Abschiedsgruß
Danke für´s Viagra - leider weigert sich Schwester Maria jetzt, meinen Chopper zu schieben - sie meint, ich habe mit dem Mast den Luftwiderstand erhöht.......

Cu FtkH

Moppel 
Registrierter Benutzer
(8/21/00 9:12:47 am)

Re: Sommersprossens Abschiedsgruß
Wie soll Schwester Maria denn auch schieben, wenn sie jetzt immer auf Deinem Schoß sitzt???

 

cluster 
Administrator
(8/21/00 2:46:01 pm)

Re: Sommersprossens Abschiedsgruß
Kommst Du denn mit dem "Mast" im Board noch um die Ecken ?

 

 

FtkH 
Registrierter Benutzer
(8/21/00 4:23:20 pm)

Re: Sommersprossens Abschiedsgruß
Nö, komme ich nicht und außerdem kippt jetzt der AOK-Chopper laufend um, weil der Schwerpunkt verlagert wurde....
Vielleicht war eine komplette Packung Viagra auf einmal doch zuviel ????
Nun ja, dann werde ich wohl zum elektrischen Messer greifen müssen........

Cu FtkH

Der Jimi
Registrierter Benutzer
(8/21/00 5:49:17 pm)

Re: Sommersprossens Abschiedsgruß
:lol

Was habe ich angerichtet.... :)

Nächstemal schüttest Du den Kram bitte in Deinen Zweitakter, dann geht der Rolli richtig ab, okey? ;)

Take care,
Jimi
cluster 
Administrator
(8/21/00 9:06:59 pm)

Re: Sommersprossens Abschiedsgruß
auf jeden Fall hat der Chopper dann nie mehr platte Reifen !

:lol

 

OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/22/00 1:25:13 am)
Nachtrag zu Eurer Erbauung
Leute, ich bin ja so ein Trottel. Ich bin manchmal schusselig, das gibt es nicht.

Das Problem mit Harey ist: Sie will immer alles ganz genau wissen. Ich komme zurück vom Bäcker, erzähle beiläufig, dass ich dort die Grundschullehrerin unseres Jüngsten mit hennagefärbtem Haar gesehen habe. Sofort will Harey wissen, was die Frau eingekauft hat, welche Kleidung sie anhatte, ob die Haare kurz geschnitten oder lang geblieben wären.

Kann man all diese Kaskaden von Fragen nicht beantworten, so ist Harey sauer und schimpft einen als Tagträumer, der nicht einmal seine eigene Nasenspitze sehen könne. Hat man aber mal aufgepasst und kann alles haargenau erzählen, dann ist es auch wieder nicht recht. "Ich weiß gar nicht, was Du an der Frau findest. Die ist wohl doch Dein Typ, gib’s halt zu..." Und dann hat man Mühe, diese Unterhaltung zu einem halbwegs friedlichen Ende zu bringen.

Das Beste ist deshalb, wenn man Harey überhaupt nichts erzählt. Dann hat die Fragerei schnell ein Ende gefunden. Moritz hatte für meine Bitte um Verschwiegenheit sofort Verständnis. Auch ihm war klar, dass wenn wir auch nur Andeutungen über unsere seltsamen Gastgeberinnen machen würden, Harey uns in eine endlose Ausfragerei verwickeln würde, deren Ende ganz bestimmt ein veritables Geschrei und diverse Schuldzuweisungen wären. Und das wollten wir beide um jeden Preis vermeiden.

Zu Hause angekommen berichteten wir kurz über die freundliche Bauernfamilie, die uns über Nacht bewirtet und unseren Wagen aus dem Schlamm gezogen hatte. Dann war ich so müde, dass ich mich für einige Stunden zum Schlafen zurückzog. Harey, die sich stets um alles kümmert, hatte derweilst meine Reisetasche ausgeräumt, mein schmutziges Jackett in die Reinigung und auch die Filme aus meiner Fototasche in die Schnellentwicklung gebracht. Dieser Tag verlief noch harmonisch.

./.
OskarMaria 
Registrierter Benutzer
(8/22/00 1:29:42 am)
Nachtrag zu Eurer Erbauung II
Den Tag darauf fuhr Harey nachmittags nach Konstanz. Sie holte mein Jackett aus der Reinigung und nebenher auch noch die entwickelten Filme ab. Das war das Ende. Wie immer ahnte ich von allem nichts. Harey ging strategisch vor und verwickelte zuerst Moritz in ein gnadenloses Verhör. Erst als dieser unter der Last der Beweise zusammenbrach und ein komplettes Geständnis abgelegt hatte, war ich an der Reihe.

Ich lag gerade auf der Terrasse, ließ mir die Sonne auf den Pelz scheinen und versuchte den Sandhaufen vor dem Garteneingang, durch Konzentration und Telekinese verschwinden zu lassen.

Harey war gnadenlos: "OskarMaria, ich habe Deine Fotos entwickeln lassen!" "Welche Fotos?" fragte ich harmlos zurück - um Zeit zu gewinnen und mir eine glaubwürdige Geschichte auszudenken. Das darauf folgende Gespräch verlief so wenig erbaulich, dass ich dem geneigten Leser die Einzelheiten ersparen möchte. Diesen Urlaubstag konnte ich schon mal abhaken.

Nun ich will nicht verheimlichen, dass ich auch die darauf folgenden Urlaubstage abhaken konnte. Harey, die sich sonst vor körperlich anstrengender Arbeit überhaupt nicht scheut, ließ mich bei meinen Gartenarbeiten völlig im Stich. Auch Moritz hatte sie zu dessen Freude verdonnert, mir unter keinen Umständen zu helfen.

So arbeitete ich im Schweiße meines Angesichts auf der Baustelle, die früher mal ein Plattenweg war. Wuchtete zentnerschwere Kalkplatten aus ihrem Fundament, schüttete Sand auf und versuchte, die Platten wieder in ein ebenes Bett zu legen.

Währenddessen lag der Rest der Familie unter dem Sonnenschirm auf der Terrasse, hatte sich kalten Eistee bereitgestellt und sah zu, wie OskarMaria in dreckiger Hose und verschwitztem Hemd den Familiensklaven spielte.

OM
FtkH 
Viagra Opfer
(8/22/00 7:07:19 am)

Re: Nachtrag zu Eurer Erbauung II
Hähä....eben noch beneidet - jedoch angesichts der Strafe...

und Du bist sicher, das Deine & meine Frau nicht verwandt sind ????
Die Art der Bestrafung kommt mir so bekannt vor.....
Ich muss mal mit meiner Schwiegermutter sprechen ( Thema weitere Töchter im fernen Wessiland )- obwohl Schwiegermutter ansprechen auch nicht ungefährlich ist....

Cu FtkH

Moppel 
Registrierter Benutzer
(8/22/00 9:36:36 am)

Re: Nachtrag zu Eurer Erbauung II
Mhh, ich bekomme in 10 Tagen auch eine Schwiegermutter.

Edit:
Moppel ist schon ganz durcheinander.
Muß heißen "in 17 Tagen".

 

 
myTOY 
Registrierter Benutzer
(8/22/00 8:01:57 pm)
Re: Nachtrag zu Eurer Erbauung II
Absolut genial!!! DANKE

 

alex00
Registrierter Benutzer
(8/23/00 9:46:47 pm)
Birnen im Abendwind
Erstaunlich, wieviel Stoff aus Hüllenlosen gewonnen werden kann.
Z.B.
ein Fotoreportage ("Wie blutjunge Nymphen Kühe besorgen"), ein Sektendoku ("Die Nackten vom Monte Veritas"), ein Erziehungswerk ("Mein Papi ist ein Klemmi"), eine Novelle ("Die unerklärliche Fleischlichkeit des Seins"), ein neuer Simmel: "Birnen im Abendhimmel", ein Groschenroman ("Wollüstige Mägde - Dr. Oskar in Gefahr!"), eine Psychostudie ("Wollen sollen oder Treiben meiden?"), eine Handwerksanleitung ("Do it Yourself"), ein Agrar-Leitfaden ("Euternasie- Die Rolle des Busens in der Milchproduktion"), eine religiöse Broschüre (" Tue Verzichten und Bußen")....usw....

Aber meines Beachtens ist das der Stoff, aus dem moderne Tragödien sein sollten:
unschuldig schuldig werden (in der Ehe gibt es keine Gewaltenteilung), sozusagen anschwellende Spannung (wo auch immer) bis hin zur Läuterung (durch Frondienst), prototypische Charaktere, die sich fein herausarbeiten lassen wie auch die inneren Kämpfe & Konflikte des Protagonisten in Küchentür und auf Stubendielen (...Schwein oder Nichtschwein, das ist hier die Frage. Ob´s edler im Gemüt der Monogamen zugeht?...). Die nackten Tatwaffen bürgen für Publikumsinteresse und, wer weiß, winkt Hollywood dann irgendwann mit grasgrünen exPräsidenten. Das würde dann auch dafür entschädigen, dass die Gschicht dann ein wenig wegen Unglaubwürdigkeit des Plots umgeschrieben (=wilde Exzesse in Stallungen & Vorratstube - weinender Sohn erschießt Vater vor verbitterter Mutter) und R. A. Drew posthum als der wahre Verfasser entlarvt würde. Oder sonstwer.

Aber mal in eigener Sache: Wie denkt so´n Oskar bei der Strafarbeit? Verständnisvoll: Harey hat ja Recht? Wütend: Bei der nächsten Schlampe wird alles anders? Naturromantisch: Kernobst im Abendwind?

sagt & fragt
alexandra

 

FtkH 
Viagra Opfer
(8/24/00 6:50:10 am)

Re: Birnen im Abendwind
@moppel: hehehehehe

@alex00: lol - wirklich köstlich....

Cu FtkH

Der Jimi
Registrierter Benutzer
(8/24/00 7:11:01 am)

Re: Birnen im Abendwind
:lol

Jetzt sehe ich erst Deinen Titel (unter'm personal pic) - :lol


Take care,
Jimi
FtkH 
Viagra Opfer
(8/24/00 10:53:57 am)

Re: Birnen im Abendwind
hihi - wie wahr.......

Cu FtkH

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