Wieder mal gibt es Ärger mit DocVipers T-Shirt-Versandhandel. Auf dem CS-Board warten einige Mitglieder seit langer Zeit auf die zugesagte Lieferung. Doch statt die Ware zu liefern oder den Bestellern das Geld zurückzuerstatten, sperrte DocViper das entsprechende Diskussionsthema ab.

Auf bestimmte Dinge kann man sich bei DocViper verlassen - auf seine notorische Rechtschreibschwäche, auf seinen gewöhnungsbedürftigen Umgang mit der Wahrheit und auch sein Geschäftsgebaren ändert sich offensichtlich nicht. Vor knapp einem Jahr berichteten die BoardNachrichten von dem merkwürdigen Versandhandel von T-Shirts mit Board-Logos, den er damals versuchte aufzuziehen. Doch statt die recht teure Ware zu bedrucken und schnell auszuliefern, hakte es bei DocViper an vielen Ecken. Besteller warteten lange auf die zugesagte Lieferung, Reklamationen wurden nur patzig beantwortet und manche Leute bekamen erst sehr spät Vorauszahlungen zurückerstattet. Damals wollte DocViper mit dem angerichteten Desaster wenig zutun haben und schob die angebliche Schuld auf seinen damaligen Arbeitgeber.

Bei einem zweiten Anlauf sollte alles besser klappen. "Natürlich werde ich das wieder angehen. Nur muss ich einiges anders organisieren", versprach DocViper auf dem gEB und richtete einen neuen virtuellen Verkaufsladen ein, in dem er bedruckte T-Shirts, Sweatshirts, Socken und Aufkleber für das gEB oder das CSB anbot. Doch inzwischen häufen sich wieder die Klagen über fehlende Lieferungen trotz Vorauszahlungen. So schreibt Phoenix2x am 4. Februar 2003 in einem Beitrag auf dem CSB: "Habe meine im September bestellte und per Vorkasse bezahlten Sachen leider immer noch nicht bekommen bzw. keine Reaktion auf e-mails erhalten..." oder Sauron 666 einen Tag später: "Ich habe auch im September bestellt und auch noch nix bekommen. Hab auch mal an die Forennews Shop Mail geschrieben trotzdem NIX !!! Ich habe auch per Vorkasse bezahlt."

Einen Monat später, Anfang März, reicht es dem Mitglied Copper Kid mit der Vertrösterei,  sein T-Shirt wäre bei der Post verloren gegangen. Entnervt stellte er im selben Thema fest: "Jetzt bedarf es ja bei mir keiner Mail mehr an dich. Müsste ja nun klar sein das bei mir noch nichts angekommen ist. Was ist eigentlich aus deiner Anfrage bei der Post geworden über das Shirt was du übrigends laut letzten Gesprächs vor 4 Wochen abgeschickt hast ? ?" Solche Beiträge sind dann DocViper doch etwas lästig und er lässt sich eine ganze Woche mit einer Antwort Zeit: "Copper: wenns ein Problem gibt, meine mailaddie ist hinlänglich bekannt. Schreib hier weiter und mach Politik. Ich hab mir Dir bezüglich nichts vorzuwerfen. Dein T-Shirt hab ich eingeworfen, dein Sweat ist, genau wie das von Sauron_666, der sich zurecht beschweren darf, weil er schon länger wartet, und MickeyMouz noch nicht da."

Doch als die Besteller immer noch keine Ruhe gaben, langte es heute auch DocViper endgültig. &quot So, nun langs mir hin. 4 Mails habe ich am Freitag empfangen. Schon mal was von Wochenende gehört? Muss ich jetzt sofort springen?? Glaubt Ihr das wirklich?" schrieb er heute in einem Schlusswort und schloss das entsprechende Thema kurzerhand ab. Die Besteller müssen also weiter warten - auf die Rückerstattung ihrer Vorauszahlungen oder die Auslieferung ihrer Bestellungen.

Kurznachrichten & Personalien

Menschen als Soldaten untauglich

Dmitri Ostaptschuk, Leiter der russischen Staatsfirma 766UPTK, zeigt sich als Menschenfreund und erklärt die Vorzüge von Kampfrobotern.
"Die Reproduktion eines menschlichen Soldaten dauere knapp 20 Jahre, darunter neun Monate im Mutterleib, 18 Wachstumsjahre und mindestens ein Jahr Gefechtsausbildung. Das ist unverzeihlich lang, wenn die Kriegsverluste groß sind.
Um einen ausgefallenen Kampfroboter zu ersetzen, braucht man nur zwei Monate – und das in der Friedenszeit. Im Krieg würde diese Zeit sogar auf wenige Tage gekürzt werden – entsprechende Technologien sind bereits erprobt worden.
Jeder Soldat, auch wenn er in der Ausbildung sehr gut war, wird in einem echten Kampf vom Selbsterhaltungstrieb gepackt, wodurch er völlig seine Gefechtsfähigkeit verlieren kann. Roboter haben dieses Problem nicht."

Abgesehen davon, dass man in einer Welt nicht leben möchte, in der Kampfroboter Menschen abschlachten, entlarvt den Mann dessen Sprache. Der Mensch wird zum Material, wird entmenschlicht und als untauglich disqualifiziert. Das kennt man aus der Geschichte in der despotische Herrscher die Menschen in tauglich und untauglich sortierten. Und die Untauglichen in KZs oder Gulags entsorgten.
OM 30.11.17

Siemens und das russische Geisterkraftwerk Taman

Der ukrainische Militärblogger Dmytro Tymchuk war einer der wenigen verlässlichen Autoren in der heißen Phase des russischen Krieges gegen die Ostukraine. Der Mann ist heute Parlamentsabgeordneter. Wenn seine aktuellen Ausführungen zu jenen Siemens-Turbinen stimmen, dann ist jenes Kraftwerk in Taman, an das jene Siemens Turbinen geliefert wurden, nichts als eine Schimäre. Von Russland in die Welt gesetzt, damit man mit den Bauteilen ungehindert  ein Kraftwerk auf der Krim ausrüsten kann. Nach seinen Aussagen hätte das Siemens wissen müssen. Das dürfte sich für Siemens noch zu einem großen Problem aufbauen.

OM, 26.07.2017

Minderheitenschutz

Donald Trump, frisch gewählter Präsident der USA, genießt als Rechtspopulist Minderheitenschutz. Den gewährt ihm zumindest das amerikanische Wahlsystem. Denn nach einer aktuellen, aber noch nicht vollständigen Auszählung der Wählerstimmen bekam die unterlegene Kandidatin Hillary Clinton etwa eine Million mehr Wählerstimmen als der Trumpinator. Der Grund ist das dortige Wahlsystem, das über das System der Wahlmänner die Wähler kleinerer Staaten etwas bevorzugt. Das Lamentieren ob solcher Ungerechtigkeiten hilft jedoch nichts - der Mann ist rechtmäßig gewählt.

OM, 16.11.2016

Nachtrag: Inzwischen ist der Vorsprung von Clinton weiter angewachsen. Während Trump nur 62,2 Millionen Wählerstimmen erreicht hat, kommt Clinton inzwischen auf 64,2 Millionen - also zwei Millionen Stimmen mehr. Das ändert aber am Wahlergebnis nichts.

OM, 23.11.2016

Von oben legitimierte Korruption

Micheil Saakaschwili, Gouverneur der Region Odessa/Ukraine, ist von seinem Amt zurückgetreten. Sein Rücktritt ist eine direkte Kritik am ukrainischen Präsidenten  Poroschenko, dem er vorwirft,  zwei korrupte Clans in der Region zu unterstützen. Saakaschwili war bis 2012 Präsident von Georgien, kämpfte dort erfolgreich gegen Korruption. Inzwischen wird gegen den Mann in Georgien wegen Amtsmißbrauch ermittelt und ein Haftbefehl gegen ihn erlassen. Die EU hält dieses Vorgehen für politisch motiviert.
OM, 07.11.2016

Jedem Kalle eine Rolex

Karl-Heinz „Kalle“ Rummenigge soll dieses Jahr bei der Einreise nach Deutschland zwei Luxusuhren im Wert von ca. 100.000 € ins Land geschmuggelt haben. Das Amtsgericht Landshut habe deshalb einen  hohen Strafbefehl erlassen, meldet Focus vor wenigen Tagen. Diese Nachricht konnte man quer durchs Boulevard lesen, wäre also keine Notiz wert. Rummenigge war aus Katar gekommen & hatte in offiziellem Auftrag dort ein Stadion für die Fußball-WM 2022 besichtigt. Angeblich hätte ein Freund ihm die Uhren geschenkt. Da stellt sich doch automatisch die Frage, was war das für ein guter Freund? War es vielleicht ein Geschenk, um die umstrittene Vergabe der WM in den Wüstenstaat etwas akzeptierter zu machen? Wurden damit evtl. deutsche Fußball-Funktionäre geschmiert oder bestochen? Da schweigt das Boulevard & Rummenigge sowieso. OskarMaria, 24.09.2012

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